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EIN HOFFNUNGSLOS ALBERNER, WAHRER TRASH-KLASSIKER !!!!!

Hier ist es, das cineastische Bindeglied zwischen dem "miesesten Regisseur aller Zeiten" Ed Wood ("Plan 9 from outer Space"), dem absurden Filmschaffen der britischen Komikertruppe Monty Python (u.a. "Die wunderbare Welt der Schwerkraft", "Der Sinn des Lebens", "Das Leben des Brian") und grell-absurder Nonsenscomedy im Stile der ersten beiden "Cheech & Chong"-Filme.
Die Ursachen für die zahlreichen schlechten Kritikerbeurteilungen dieses Meisterwerks absurder Nonsenskomik sind mir ein absolutes Mysterium; doch sollte man auf keinen Fall den Fehler machen, diesen Film ernster zu nehmen als er sich selbst. Mal ehrlich: "Angriff der Killertomaten" ist eine lupenreine Parodie auf Horrorfilme jedweder Art mit fast schon britischem Humor; und nachdem bereits psychopathische Massenmörder, wahnsinnige Wissenschaftler, blutrünstige Untote, importierte Riesenaffen, schleimige Ausserirdische, wildgewordenen Fauna-Anteile und irreale Unterweltsbewohner zur filmischen Bedrohung für die gesamte Menschheit geadelt wurden; warum nicht dann auch mal lebensgefährliches Gemüse, zumal Regisseur John de Bello im Gegensatz zu den meisten anderen genannten Filmmonstern nicht einmal Ansatzweise versucht, die lächerliche Albernheit dieser Idee filmisch zu kaschieren?
Allein schon die auf diese Menschheitsbedrohung angesetzte "Spezialeinheit" (bestehend aus einem Froschmann, einer Schwimmweltmeisterin, einem Fallschirmspringer und einem "Verkleidungsexperten") lässt die tumben Menschheitsbeschützer einer jeden "Police Academy"-Folge vor Neid erblassen, während zahlreiche Sequenzen wie die eilig zusammenberufene Sicherheitskonferenz, der tagende Senat, die grotesken Volksberuhigungskampagnen, die in Form von "Interviews" und "Momentaufnahmen" abgebildeten Beispiele der Massenpanik und nicht zuletzt die verzweifelten "Überlebenskämpfe" gegen friedlich im Wasser dümpelnde Tomaten in bestem Sinne an die erwähnte britische Komikerlegende oder gar Loriot'sche Grotesken erinnern. Die absurde "Geheimwaffe", mit welcher die übriggebliebenen Stadtbewohner ("Ein Haufen Irrer und Vollidioten") die vegetative Bedrohung dennoch besiegen, wurde zudem 1:1 in Tim Burton's wesentlich erfolgreicheren "Mars Attacks!" kopiert. Wie also irgendjemand auf die Idee kommen kann, dieser Film sei auch nur Ansatzweise ernst gemeint, ist mir angesichts dieser aufgefahrenen Wagenladung an trashkomödiantischen Meisterleistungen mehr als schleierhaft.
Sogar die deutsche Synchro dieses absoluten Film-Kleinods, welches sich mit seinen abwegigen Dialogen und seiner unverblümten Albernheit einen festen Platz unter meinen ewigen Favoriten gesichert hat, versteht es hier Ausnahmsweise mal, die groteske Komik zu unterstreichen (z.B. in Form des schwäbelnden japanischen Wissenschaftlers "Fridolin Nagataka").

Wer also Ed Wood für Kult hält, Filme wie Carpenter's Erstling "Dark Star" mag, subtilen Absurd-Humor wie Reiner's "This is Spinal Tap" zu schätzen weiß, sich bei jeglichen Filmwerken der Monty Python-Mitglieder (mit Ausnahme von Terry Gilliams "Brazil") lachend auf dem Boden krümelt oder sich bei den ersten beiden "Cheech & Chong"-Filmen grünlich-genüsslich grinsend auf dem heimischen Sessel räkelt kann eigentlich gar nicht anders, als diese filmische Zwerchfellattacke auf das vegetative Nervensystem inbrünstig in jede Faser seines ausserhalb des filmischen Mainstream-Taktes schlagenden Herzens zu schließen!!

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