Review

Virginia Clayton versinkt gerne in Büchern. Gerade hat es ihr das Werk des Autors Malcolm Brand angetan, insbesondere dessen Buch „I, Madman“, welches bald realer wird, als es Virginia lieb ist. Soweit die Grundidee in der von Tibor Takács inszenierten Mischung aus Krimi, Horror und Übernatürlichkeit, welche ebenso pulpig daherkommt wie die im Film thematisierten Bücher. Dabei schert sich das Skript nicht um Erläuterungen, was durchaus seinen Charme hat. Wie auch die Effekte von der Maske bis zu Stop-Motion, wenn das Blut auch zu sehr nach BBQ-Sauce aussieht. Allzu ruppig ist „I, Madman“ nicht, er zelebriert seine Kills nicht wie manche Kollegen aus ähnlich gelagerten Genres.

Wirklich gruselig oder spannend ist der Streifen, der wie ein Vorläufer von Carpenters „In the Mouth of Madness“ (1994) wirkt, dabei eher selten. Auch lässt er gerade zum Ende hin einige Chancen auf sich anbietende Twists liegen. Eben wegen dem vorigen Spiel mit Realität, Fiktion und frankenstein‘schen Anwandlungen hätte man sich da noch mehr trauen dürfen. 
So bleibt Fokus auf dem Ausbau des mysteriösen Grundkonstrukts, hierin leistet sich Takács bis auf eine zu durchschaubare Episode (Bücherei) nicht allzu viele Hänger und so blieb ich doch recht interessiert dran.

„I closed the book.“

Mit einer ansprechenden Grundidee ausgestattet schöpft „I, Madman“ in keiner Kategorie sein Potenzial aus und bleibt somit ein nur okayer Thriller. 

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