Ein reichlich öder Beitrag zur Hexen und Vampir-Reihe aus den legendären Hammerstudios, die Anfang der 70er schon nicht kompatible Themen verquicken mußten, um noch Leute aus dem Haus zu locken.
Aufhänger der Chose ist in Ansätzen Le Fanus "Carmilla"-Erzählung, die aber nur noch anhand verschiedener Figuren auszumachen ist, wie zum Beispiel dem (weitgehend sinnfreien) Auftauchen der Namensgeberin, die hier nur den Premierenbiss setzt.
Derweil röstet ein knarziger Peter Cushing (es ist das Todesjahr seiner geliebten Frau) diverse unschuldige Mädchen, weil es noch kein Fernsehen gibt, während Graf Karnstein sich zum Blutnuckler mausert und damit einen Teil des titelgebenden Zwillingspärchens (Org: Twins of Evil) infiziert.
Der Plot läuft nach Schema F ab und weiß nie so recht, wohin er eigentlich will, komplett mit Zwillingsverwechslung und reichlich Vampiropfern, als noch gar keine Blutsauger da sind. Die Kamera ist im kargen Ambiente des Hinterlandes (den Namen nach deutschsprachig) eh nur daran interessiert, über knackige Dekoltees zu schwenken, bis des Nächtens auch diese gelüftet werden und man komplett mit den Brustwarzen kokettieren kann.
Ehe man aber sanft entschlafen kann, packt der Film auf den Schlußmetern tatsächlich noch den Hackepeter aus.
Da gibt es Messer quer in den Kopf, der rote Saft spritzt bei der Brustdurchbohrung und Cushing sichelt seiner bösen Nichte tatsächlich die Fontanelle ab, ehe er selbst eine Axt ins Kreuz bekommt. Wer vorher bei den Spiegeltricks nur gegähnt hat, kann jetzt noch mal wach werden.
Trotzdem nur ein unterdurchschnittlicher Beitrag aus dem finsteren Hammer-Land, wobei es aber nicht selten noch viel viel schlimmer gekommen ist. Und hie und da darf sogar mal gelacht werden, wenn der stumme Schwarze mal eben erklärt bzw. erfuchtelt, was der Mob für den Vampir alles so mitgebracht hat oder alle vor dem brandschatzenden Amoklauf noch eben zum Axtschleifer gehen. (4/10)