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Billy Tang ist eigentlich ein fähiger Regisseur, siehe RUN AND KILL and RED TO KILL. Aber mit diesem mäßigen Actioner über rivalisierende Banden (und zugleich ein Beziehungsdrama, och nö!) hat er ins Klo gegriffen. Sicher: Auch dieser Film ist auf seine Art rüde und politisch unkorrekt, Missverständnisse führen hier meist gleich zu Schlägereien und bei der Gewalt gegen Frauen geht es nicht gerade zimperlich zu. Trotzdem kann STREET OF FURY mit eben genannten Titeln nicht im Entferntesten mithalten und ist insbesondere dramaturgisch ziemlich daneben. Mag sein, dass viele Dinge nur für chinesische Zuschauer nachvollziehbar sind, etwa Verhaltensweisen beim gemeinschaftlichen Mahjong-Spiel, und speziell für die Bewohner von Hongkong. Aber: Erwachsene Damen plärren wie unreife Schulgören rum und der langhaarige Gangsterboss mit Batik-Shirt sorgt für unpassenden Comedy Relief? Muss nicht sein!