Sho [ Gackt ] und Kei [ Hyde ] sind seit Jahren beste Freunde, doch nur Sho ist in der Zeit herangewachsen, Kei ist ein Vampir und wird nicht älter, war schon seit ewig ein junger Mann.
Zusammen schlagen sie sich ihr Leben als Kleingauner durch, treffen dabei auch auf das Geschwisterpaar Son Tin – Chen und Yi – Che [ Alexander Wang Lee Hom, Zeny Kwok ] und freunden sich mit denen an. Jahre später: Kei ist wegen mehrfachen Mordes im Gefängnis und erwartet die Todesstrafe, Sho mit Yi – Che verheiratet und Son mittlerweile sein Konkurrent, da zu den chinesischen Triaden gewechselt...
Um mal ganz grob und ungefiltert das Problem des Filmes auf den Punkt zu bringen. Die Besetzung der beiden japanischen Popstars Gackt und Hyde.
Tu mich schwer mit Männern, die von vorn und hinten aussehen wie Mädchen und dazu noch Schauspiel mit schmachtendem Blick und schwerem Atem verwechseln. Wenn ausgerechnet Milchbubi Alexander Wang [ AVENGING FIST, CHINA STRIKE FORCE ] der männlichste unter den Beteiligten ist, ist das kein gutes Zeichen.
Hätte man die beiden Hauptpersonen mit einem anderen Paar besetzt, Nicholas Tse / Stephen Fung beispielsweise, oder auch als 2te Wahl Edison Chen / Shawn Yu wäre vieles im Film leichter abzukaufen gewesen, die nicht so schlechte Ausgangsidee eines Mini – Gangster – Epos mit speziellem Zusatz und der auch nicht so üblen Themeneinbindung von Verlust und Erhalt von Freundschaften über Jahre wäre mit Sicherheit gelungener.
Ansonsten wird auch vieles verschenkt, die Möglichkeit einer Zeichnung der futuristischen Sonderwirtschaftszone Mallepa irgendwo auf dem chinesischen Festland, in der viele japanische Immigranten leben, wird schlichtweg ausgelassen. Zum einen sieht man die Zukunft nicht, der Film spielt zum Grossteil 2014, ist aber nicht erkennbar. Zum anderen sind immer noch die üblichen Konflikte zwischen Triaden und Yakuza an der Tagesordnung, nichts hat sich verändert.
Der Konflikt der Charakter untereinander kommt allein durch die Andersartigkeit von Kei, dabei verschwindet der kleine Vampir zwischenzeitlich ganz von der Bildfläche. Zwischen Sho und Son ist gar keine Bindung vorhanden, sie pflegten weder eine grossartige Freundschaft noch sind sie später wirkliche Feinde, im Showdown beschießen sie sich nicht einmal richtig, wollen sich aber trotzdem töten. Warum ?
Auch der kurze Einwurf eines mit dem Vampir mitfühlenden Polizisten [ Ryo Ishibashi ] basiert auf blossen formellen Zeigen, inhaltlich ist das gar kein Aufbau.
Ganz allein auf die Gangstergeschichte kann man sich auch nicht konzentrieren, zum einen wird anfangs unnötig viel Humorversuche miteingebracht, zum anderen passiert ausser einigen nicht so gelungenen Shootouts nichts.
Es wird zwar teilweise aus allen Rohren geballert, akustisch auch viel zu laut, allerdings nicht besonders choreographiert und auch aus dichtester Nähe oftmals danebengeschossen. Teilweise sieht man sowieso nur den Feuernden, zudem finden die Actionszenen C – Filmmässig nur in abbruchreifen Gebäuden statt.
So bleibt ausser dem wirklich guten Maintheme [ sowieso passender Score von Goro Yasukawa ] ein mit Ansätzen überfrachteter und verschenkter Film zurück, der für Fans der Stars sicherlich eine Offenbarung darstellt, für alle anderen teilweise aber eine Geduldsprobe.