Review

DAIMAJIN – FRANKENSTEINS MONSTER ERWACHT oder Wo sah die vertriebsorientierte Titelschmiede ein Monster von Frankenstein?

Der deutsche Titelzusatz ist so absurd wie blöd und soll wohl die ganz Naiven anmachen, sich den Film anzusehen oder zu kaufen!

Der japanische Film selbst ist auch im Hinblick auf sein Alter ein gutes Stück Historiendrama mit Fantasyeinschlag.
Wer nun nun mit dem DAIMAJIN eine GODZILLA-artige Gestalt erwartet, die wüst Puppenhäuser zerdeppert, wird ziemlich enttäuscht werden, wenn er die Disk in den Player einlegt und abspielt.
Mit DAIMAJIN hat man vorrangig ein Drama vor sich, in dem Verrat und Samurai-Fehden wichtiger sind als bloße Horror-Action. So braucht es auch bis 12 Minuten vor Filmende bis der DAIMAJIN loslaufen darf und ein wenig Action verbreitet.
Zugegeben, der Streifen wirkt mit diesen schlichen Effekten. Der steinerne DAIMAJIN sieht auch heute noch überzeugend aus, wenn er kurz und heftig seinem Rachefeldzug nachgeht.
Jedoch sollte man kein minutenlanges Effektgewitter erwarten.
Alles wurde für damalige Verhältnisse konventionell getrickst – wird aber niemals plump und billig dargestellt.

Unterm Strich hat man mit dem japanischen Sixty einen guten Griff gemacht, wenn man keinen Monster-Horror erwartet, wie einem der dumme deutsche Titel unverschämt suggerieren möchte.

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