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Auf dem Planeten Phaebon ist die Kacke gehörig am Dampfen: Einige Wissenschaftler, die dort in aller Abgeschiedenheit nach einem Heilmittel für den Delta-Five-Virus forschen, haben nämlich versehentlich ein blutgeiles Monster gezüchtet, dem natürlich auch flugs die Flucht in die Lüftungsschächte der Station gelingt, wo es mächtig an Größe zulegt... und da der Mutant zu allem Überfluss auch noch giftig ist, werden die Anwesenden bald schon einer nach dem anderen zu breiigem Matsch zersetzt. Können Space-Commander Krieger und sein treuer Roboter-Kumpel Tinpan, die einem empfangenen Hilferuf nachgegangen sind, den Tag retten und das Ungeheuer noch rechtzeitig in den Orkus schicken, bevor die gesamte Station entvölkert ist...? Sparfuchs-Produzent Roger Corman betreibt bei "Dead Space - Galaxis des Grauens" mal wieder absoluten Minimal-Aufwand, denn zum Einen sind die Effekte dieses schäbigen Sci-Fi-Filmchens dieses Mal ganz besonders lausig ausgefallen (matschige Make-Ups, Handpuppen-Action und als Krönung ein Hartplastik-Monster aus der Puppenkiste)... und dann entpuppt sich das Ganze auch noch als lupenreines Remake von Allan Holzmans "Mutant - Das Grauen im All" von 1982, dessen Handlung hier inklusive komplett abkopierter Szenen-Folgen passgenau wiederholt wird. Selbst die immer wieder gerne gesehene F/X-Sequenz der Weltraum-Schlacht aus "Battle Beyond the Stars", die damals bereits - in zweifacher Ausführung - die Laufzeit strecken sollte, wurde hier erneut recycelt! Gegen den besagten "Mutant - Das Grauen im All", bei dem es sich immerhin um mal mindestens 'nen kleinen B-Movie-Klassiker und eines der besten "Alien"-Rip-Offs handelt, macht "Dead Space - Galaxis des Grauens" aber mal wirklich gar keinen Stich. Der schiere Entertainment-Level des Originals, der sich da aus der Verbindung von grotesk-schleimigen Blut- und Ekel-Effekten und einigen Softsex-Einlagen mit einem hohen Maß an Nudity ergeben hat, stellt sich hier nämlich niemals ein. Ganz im Gegenteil: Fred Gallos durch und durch belangloser Streifen nimmt sich im direkten Vergleich geradezu anämisch und zugeknöpft aus (nur EINE Titten-Szene, was soll das?!?) und entwickelt trotz einer lächerlichen Brutto-Laufzeit von weniger als 70 Minuten noch nicht mal jenen inszenatorischen Drive, der so einen Genre-Müll zumeist noch recht erträglich erscheinen lässt. Wäre da nicht Bryan Cranston, der hier lange, lange vor seinem endgültigen Hollywood-Durchbruch einen frühen Auftritt als Wissenschaftler hat und sich von dem Monster den Kopf abbeissen lässt, würde heutzutage kein Hahn mehr nach "Dead Space - Galaxis des Grauens" krähen...

3/10

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