Review

Die Idee von Fröhliche Weihnacht ist eigentlich gut:
Ein Killer ermordet in London an Weihnachten Männer im Weihnachtsmannkostüm.

John Carpenter ließ in Halloween Michael Myers an Halloween Leute töten. Halloween ist ein Fest des Gruselns, also perfekt für einen Horrorfilm. Und Edmund Purdom läßt in seinem einzigen Machwerk Weihnachtsmänner an Weihnachten töten. Ích finde das eigentlich sehr einfallsreich. Denn Weihnachten ist ja das Fest der Liebe, also absolut unpassend für einen Horrorfilm. Ein Jahr zuvor kam Silent Night, Deadly Night. Auch in diesem wurde an Weihnachten gemordet, aber in diesem trieb ein Weihnachtsmann sein Unwesen. In Fröhliche Weihnacht werden allerdings Weihnachtsmänner abgemurkst. Die Idee ist gut.
Aber leider lässt die Umsetzung einiges zu wünschen übrig.
Als Slasher ist Fröhliche Weihnacht absolut untauglich. Es gibt zwar relativ viele Morde, aber diese fallen alle ziemlich unspektakulär und unblutig aus. Der Film ist beschlagnahmt, was aus meiner Sicht vollkommen unverständlich ist. Viele Filme mit einer normalen FSK 18 ohne Indizierung sind blutiger. Es spritzt sehr wenig Blut und die Effekte sind ziemlich schlecht.
Die Darsteller sind nicht das Gelbe vom Ei, aber für einen Slasher auf jeden Fall ausreichend.
Spannung bleibt hier vollkommen auf der Strecke. An vielen Stellen ist Fröhliche Weihnacht einfach zum Gähnen langweilig (das selbe Problem hatte ich übrigens auch mit Freitag der 13, auch wenn der nicht ganz so schlimme Längen hatte).
Es wäre noch etwas positives anzumerken. In Sachen Trash ist der Film in Ordnung. Die Tatsache, dass viele der Weihnachtsmänner, die ermordet werden besoffen sind, ist relativ komisch.

Die Idee ist gut und an manchen Stellen ist der Film spaßig, ansonsten schlecht. Deswegen nur schwacher Durchschnitt. Der oben angesprochene Klassiker Halloween ist natürlich sehr viel besser.
4/10

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