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Wenn Drehbuchautor Derek Ford zuschlägt, erleben wir meist britisches Sexploitation-Kino par excellence - zumindest für Trashfans oder Freunde des Bloody-Sixties-Kinos. Doch Fords Drehbuch für das Regiedebüt des Schauspielers Edmund Purdom scheiterte an der lieb- und einfallslosen Inszenierung letzterens.

Wo ausgefeilte Morde und knisternde Suspense in schick-schrulliger Sixties-Kulisse erwartet werden, sehen wir platte Messersticheleien mit ungewöhnlich niedrigem Blutfaktor und gähnend langweiliger Spannungskurven. Purdom weiss einfach nicht, wie man einen wirklich spannenden Thriller dreht. Es fehlt alles. Aus dem durchschnittlichen Drehbuch werkelt er mangels Charakterentwicklung und uninspirierter Mordszenen, einen wirklich unterirdischen Film. Ein Dario Argento hätte aus dem Weihnachtsmann-Spaß sicherlich einen wunderschönen, intelligenten Slasher gemacht, so jedoch bleibt der gelangweilte Zuschauer nur widerwillig vor dem Fernseher sitzen.

"Fröhliche Weihnacht" ist nur Hardcore-Slasher-Freaks zu empfehlen, die alles schauen, was das überstrapazierte Genre hergibt. Und natürlich auch Weihnachts-Hassern, die es als Freude empfinden, wie die Santa Clauses im "10 kleine Negerlein"-Stil dahingemordet werden. Allen anderen, sei die Warnung vor diesem wenig reizvollen Machwerk ans Herz gelegt.

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