Ach ja, der Slasher Film hat viele Subgenres hervorgebracht, unter anderem auch den Weihnachtsslasher. Neben durchaus gelungenen Ablegern wie Bob Clarks „Black Christmas“ und beispielsweise „Silent Night, Deadly Night“ von Charles E. Sellier Jr. haben sich auch einige Trashfilmchen eingeschlichen wie der bei uns eingesammelte „Fröhliche Weihnacht“ aka „Don’t Open ’Til Christmas“.
Ein wahnsinniger Killer geht im winterlichen London umher und schlitzt munter Weihnachtsmänner auf. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Tja, eigentlich kann man hier auch schon den Punkt für die kurze Inhaltsangabe setzen, denn das war es auch schon. Edmund Purdom, der in diesem Stück Trash nicht nur Regie führte sondern auch gleich noch den Obercop mimte hat mit seinem „Fröhliche Weihnacht“ einen recht blutigen aber leider sehr spannungsarmen Weihachtsslasher, - krimi abgeliefert.
Die Story kommt nicht so recht in Schwung. Die öden Ermittlungen verlaufen im Sande und werden immer wieder von recht derben Morden unterbrochen, die aber wahllos aneinander gereiht wurden, so dass man sich fast vorkommt, als würde man einem Episodenfilm beiwohnen. Dabei geht es insgesamt recht unfreiwillig komisch zu. Wenn beispielsweise Zeugen vorgeladen werden, nur um ihnen zu sagen, dass sie besser mit dem Arsch zu Hause bleiben sollen, dann ist das schon großes Kino. Aber auch beim Mörderraten stellt sich Purdom nicht besonders geschickt an, weshalb der Täter leider früh durch einige Schludrigkeiten des Regisseurs entlarvt wird.
Neben einigen dieser Ausrutscher kommt immerhin die Atmosphäre noch ganz gut. Hier und da ist etwas Weihnachtsstimmung angesagt und neben unzähligen Gassen gaukeln ein Horrorkabinet und ein TV Studio wenigstens etwas Abwechslung vor. Die Schauspieler sind passabel, reißen aber auch keine Baumstämme aus.
Da Spannung im Film nicht viel zu melden hat, die Story wie bereits erwähnt nur leise vor sich hinkocht und auch die Auflösung einfach nur der Brüller ist, kann der Film eigentlich nur dem harten Kern des Horrorpublikums angeraten werden.
Fazit: Berühmt berüchtigter Reißer, dem durch sein Verbot weit mehr Aufmerksamkeit zu Gute kam, als ihm eigentlich zugestanden hätte. Nur für absolute Fans oder Weihnachtsmannhasser.