Review

Inhalt:

China in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Japaner versuchen im Reich der Mitte immer mehr an Einfluss zu gewinnen.
Der junge Kuan Ka Sun (Chen Hui Min aka "Michael" Chan Wai-Man) kehrt in die Stadt ein, in der sein Onkel Wan der Polizei-Captain ist... und nimmt Verbindung zu seinen beiden Cousinen (Kitty Meng Chui, Manor Chan Man-Na) auf.
Doch Wan wurde ermordet! Der Mord soll von einem Mann verübt worden sein, der mit den Japanern kollaboriert haben soll.
Von Ma Chi Ting (Kong Lung), der nunmehr zum Tode durch den Strang verurteilt wurde.

Doch als die Hinrichtung unmittelbar bevorsteht, wird Ma von seinen Leuten gerettet..., und kann die Flucht ergreifen.
Kuan Ka Sun stellt Ma zum Kampf..., und erfährt von diesem posthum die wahren Hintergründe..., denn beide sind Agenten der Regierung!
Wan war chinesischen Kollaborateuren auf der Spur..., wurde daher von diesen ermordet, die daraufhin Ma Chi Ting die Schuld in die Schuhe schoben..., und hinrichten lassen wollten!

Der Casino-Boss Kwei San (Tong Kam-Tong) scheint der Verbindungsmann der Japaner zu sein. Und in dessen unmittelbaren Kreis kann sich Kuan Ka Sun einschleusen.
Und Kuan gelingt es, das Netz um Kwei San und dessen Schergen immer enger zu ziehen...!

Schließlich kommt es zum blutig-brutalen Show-Down..., in welchem auch die japanischen Hintermänner eingreifen.
Kuan hat diese Männer jetzt da, wo er sie haben will..., direkt vor sich...!

Es kommt zum gnadenlosen Kampf auf Leben oder Tod.........


Fazit:

Im Jahre 1974 drehte Regisseur Wei Hoi-Feng (aka Ngai Hoi-Fung) diesen einfachen strukturierten, kostengünstigen, aber knallharten KungFu-Actioner für ein offenbar kleines Label in Hongkong.
Es entstand ein typischer Eastern im Fahrwasser der Bruce Lee-Actioner, mit einem letztendlich einsamen, harten Kämpfer, der von Rache getrieben der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen will, und brutal gegen seine Gegner vorgeht.

Und dies in einer kostengünstigen Kulisse, zumeist open air..., ein bisschen Western-Feeling mit Felshängen und mit einem Finale in einer abgelegenen hellgelben Schlucht.
Hier siedelt denn die Regie eine einfache Rachestory an..., leichte Twists verhelfen zu ebenso leichten Nuancen im Handlungsablauf, doch bleibt alles vorhersehbar und zielstebig auf einen brutal-harten Show-Down ausgerichtet.
Es sollte ein fast reiner KungFu-Actioner entstehen..., da macht die Regie kein Hehl draus, verzichtet denn auf größere Schlenker im dünnen Plot..., manches geht im letzten Drittel etwas durcheinander, doch findet die Regie schnell wieder den Faden, und lässt es im Finale mit neu auftretenden Villains denn krachen.

Chen Hui Min (aka "Michael" Chan Wai-Man) ist hier denn der Held, der Rache-Engel, und knallharte Fighter.
Mitunter etwas weinerlich im Blick, so täuscht er denn die Bösewichte..., doch geht er letztendlich konzentriert und nicht ohne List zu Werke.
Im Finale fightet er kompromisslos und mit blankem Oberkörper!

Hauptvillain ist Tong Kam-Tong, als skrupelloser Casino-Boss und Verräter, der mit den Japanern kollaboriert. So agiert diese Figur verschlagen und immer nach Auswegen suchend, wenn es brenzlig wird. Tong Kam-Tong spielt das so solide..., wie der Rest des Ensembles solide agiert.
Kitty Meng Chui ist in der weiblichen Hauptrolle zu sehen, attraktiv und mit dem gewissen Etwas..., und sie fightet sogar flott mit, wenn auch ungelenker als Chen und die anderen.

Wichtigstes ist wie immer die KungFu-Action..., und es ist ein brutal-knallharter Eastern..., der Hass der Figuren lässt die Fights gnadenlos erscheinen, verbissen wird hier aufeinander eingeschlagen und getreten.
Die Fights sind in einer Mischung aus reell-rustikalem Stil und leicht ausgefeilterer KungFu-Technik gehalten..., und somit durchaus realistisch. So wird richtig gekämpft, ohne Saltos und Akrobatik, doch auch visuell ansprechend, mir gefiel das soweit.... es passte zur Atmosphäre dieses Eastern.
Die Dynamik, die Intensität, die Inbrunst mit der hier hart gefightet wird, nimmt mit Fortdauer denn natürlich immens zu..., und es wird blutig.

"Challenge of the dragon" ("Begegnung des Drachen") ist einer dieser kostengünstigen, aber eisenharten, rauen Eastern..., ein KungFu-Actioner ohne Schnörkel.
Keine hohe Kunst, aber die Eastern-Anhänger solide unterhaltend.

6/10.

Details
Ähnliche Filme