Review

Eher Cheesefest als Lovecraft

Vom höchst respektablen „Slugs“- und „Pieces“-Macher kommt „Cthulhu Mansion“ aus dem Spanien der frühen 90er, eine krude und schrullige Lovecraft-Verwurstelung zwischen Käse, Chaos und Kokolores - wenn eine Gruppe von Räubern und Drogendealern nach einem geplatzten Deal einen alten Magier und seine attraktive Tochter als Geiseln nehmen und in „Cthulus Mansion“ unterkommen… und untergehen…

„The Prestige“ trifft „Rabid Dogs“ trifft Lovecraft aus Kinderaugen

„Cthulhu Mansion“ ist schon irgendwie „my kind of jam“. Nicht weil's besonders nah an Lovecraft, unergründlichem Meeresschleim oder galaktischem Horror ist, ganz im Gegenteil. Mit seinen Namensgebern hat das weniger zu tun als die meisten Geisterbahnen auf dem Dorffest. Sondern eher weil's einfach wunderbar charmanter Quatsch ist. Kirmes und Geisterbahn, Zauberbühne und Cthulhu Mythos, egal ob Rom oder Madrid, Hauptsache Spanien. Wer kommt auf so'n Scheiß?! Nie auch nur eine Minute ein guter Film. Nie auch nur eine Sekunde Lovecraft würdig. Und doch irgendwie eine große Freude. Naiv, schleimig und süß. B-Movie durch und durch, wenn Lovecraft auch nur den Hauch von Humor hatte, schmunzelt er darüber heftig im Grab. Ok, ein paar mal dreht er sich auch… 

Houdinis nasse Füße

Fazit: unter normalen Umständen ein hundsmiserables Werk. Wenn man Lovecraft- und/oder Trashfan ist plus den ganzen Quatsch mit salziger Sauce mit einem fetten Augenzwinkern hinnehmen mag, dann ist „Cthulhu Mansion“ schon ein skurriles Kleinod. Eine pralle Paella der Monster, Magier, Masken, Muscheln, Machos und Mistviecher! 

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