FromBeyond
Nach dem Erfolg von Re-Animator musste ein Nachfolger her. Regisseur Gordon und Produzent Yuzna taten sich also erneut zusammen, heuerten wieder Combs und Crampton an und schnappten sich wieder eine Lovecraftgeschichte. Hatte man sich bei Re-Animator noch auf einen winzigen Teilausschnitt der Vorlage konzentrieren müssen, ging man hier den gegenteiligen Weg und machte aus einer etwa zweiseitigen Vorlage einen 85minütigen Film. Anders als Re-Animator ist Form Beyond ein für HPL typisches Sujet- unsere Wirklichkeit wird von anderen, fremden Dimensionen umgeben, die uns nicht freundlich gesinnt sind. Ein Wissenschaftler entwickelt eine Art Dimensionsbrecher (tm H. G. Francis) und verliert dabei seinen Kopf. Sein Assistent (Combs) kommt auch in Kontakt und dreht langsam durch und in einem Anfall von kompletter Verantwortungslosigkeit kehren er und seine Psychologin (Crampton. Mit Anfang 20) und einem Polizisten (Ken "Dawn ofthe Dead " Foree) in das Haus des Forschers zurück und natürlich nimmt das Unheil seinen Lauf.
Hatte man Re-Animator mit Splattereffekten garantiert nicht im Sinne Lovecrafts überladen, setzt man hier massiv auf Fetisch"erotik", für die wieder die arme Barbara Crampton herhalten muss. Ansonsten sind es weniger Blut als bizarre Latexmasken, die für den Gruselfaktor sorgen.
Die Objektifizierung der Frauenfigur gefällt sicher der 16jährigen männlichen Zielgruppe (Ich fand das damals ansprechend, heute habe ich damit massive Probleme), passt aber nicht wirklich zu Lovecraft, bei dem Sexualität eigentlich nie anregend ist (die Verbindung menschliche Frau - nichtmenschlicher Mann ist dagegen bei ihm relativ häufig).
Insgesamt ist der Film ein sehr plakativer, aber gelungener Versuch, Lovecrafts kosmischen Horror auf die Leinwand zu bringen