Review

„From Beyond“ basiert lose auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft – und das merkt man auch: Der Film spielt mit Themen wie interdimensionalem Wahnsinn, wissenschaftlicher Hybris und monströser Transformation, und das alles in einer angenehm düsteren, grotesken Atmosphäre.


Zur Handlung

Ein Wissenschaftler-Duo entwickelt ein Gerät namens „Resonator“, das das menschliche Gehirn stimuliert und es erlaubt, Wesen aus einer parallelen Dimension wahrzunehmen. Der Clou: Diese Kreaturen existieren dauerhaft um uns herum – aber wir können sie nur dann sehen (und sie uns), wenn der Resonator läuft. Natürlich geht das Ganze furchtbar schief. Der leitende Wissenschaftler, Dr. Pretorius, wird durch das Gerät mutiert und in eine schleimige, sadistische Kreatur verwandelt, die versucht, auch andere mit in den Wahnsinn zu reißen. Seine ehemalige Assistentin und ein traumatisierter Kollege müssen ihn aufhalten – während der Resonator weiterläuft...


Was gut funktioniert

Der Film bietet klassischen 80er-Body-Horror der feuchten, fleischigen Sorte. Latex, Schleim, Tentakel und zerberstende Körperteile sind hier an der Tagesordnung – alles liebevoll handgemacht, kein CGI, sondern echtes, greifbares Splatter-Kino. Besonders Fans von practical effects werden sich hier wohlfühlen. Auch die bedrückende Grundstimmung, gepaart mit dem abgedrehten Konzept, funktioniert erstaunlich gut.


Was nicht ganz zündet

Trotz des coolen Settings und der gelungenen Effekte bleibt „From Beyond“ emotional etwas... leer. Die Story ist zwar interessant, aber nicht besonders tiefgehend. Charaktere wirken wie Mittel zum Zweck, die Story hat keinen echten Drive über die reine Prämisse hinaus. Und obwohl das Lovecraft-Thema gut eingefangen ist, zündet der Film einfach nicht auf allen Zylindern. Man schaut ihn gerne, vielleicht sogar ein zweites Mal – aber eine bleibende Begeisterung will sich irgendwie nicht einstellen, außer vielleicht für die Szenen in denen Barbara Crampton sehr leicht bekleidet ist.


Fazit

Ein atmosphärisch starker Genre-Beitrag mit vielen tollen Ideen und beeindruckenden Effekten. Der Lovecraft-Vibe ist spürbar, der Wahnsinn greifbar, und der Splatter-Charme der 80er ist voll intakt. Aber trotz aller Qualität bleibt der Film eher ein kultiger Geheimtipp als ein echter Klassiker, den man sich immer wieder anschauen will.

Lohnt sich – aber bleibt eher im Regal der Horrorliebhaber als im Herzen des Mainstreams.

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