"Familie Johnson Geht Auf Reisen" ist eine Komödie in der Machart des Klassikers "Die Schrillen Vier Auf Achse" mit Chevy Chase - oder besser gesagt versucht es zu sein.
Denn an die Qualität des o.g. kommt der Film nicht mal ansatzweise ran. Und das aus einem relativ simplen Grund: Es passiert schlicht und ergreifend zu wenig. Zu wenig Gags, zu wenig absurde Situationen, dafür aber entschieden zuviel Gelaber.
Wie man unschwer erkennen kann, ist die Story nicht gerade die Ausgefallenste. Das wäre aber auch gar nicht so schlimm, wenn wenigstens genügend zündende Gags eingebaut worden wären. Aber bis auf einige Streitereien zwischen Vater und Sohn und dem Ärger mit dem Cop bietet der Film leider nur wenig Lustiges.
Desweiteren verläuft die Reise auch viel zu harmonisch. Wenn ich daran denke, was bei den Griswolds alles schieflief, ist die Reise der Johnsons geradezu ein harmloser Wochenendausflug. Bestes Beispiel ist die Verhaftung in Kansas - da hätte man viel mehr draus machen können. Aber nein, Mutter Dorothy muss dem Cop nur bei seiner Steuererklärung helfen und schon befindet die die Familie wieder auf freiem Fuss. Ein bisschen schwach, wie ich finde.
Den Tiefpunkt erreicht der Film dann aber beim Familientreffen. Dämliche Singwettbewerbe und andere Spielereien sind nicht wirklich lustig und auch da hätte ruhig noch mal was schief gehen können. Leider ist dem nicht so.
So vergehen also rund 90 eher öde Minuten, in denen zwar immer mal wieder Gags vorkommen, die aber vorne und hinten nicht ausreichen, damit der Film auf ein unterhaltsameres Niveau gehoben wird.
5 von 10 Punkten