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Wir schreiben das Jahr 3068. Das Raumschiff Agamemnon treibt herrenlos im Weltraum herum. Captain J.T. Wayne besitzt ein Bergungsraumschiff und macht sich mit einer Crew auf den Weg zur Agamemnon, um das Riesenschiff zu bergen. An Bord stellt J.T. dann fest, dass die verrückte Programmiererin Goad das Schiff einst so programmiert hat, dass es auf Kollisionskurs mit der Erde geht. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um den Heimatplaneten noch zu retten.

The Apocalypse ist mal wieder ein herrliches Beispiel für dumme Science Fiction der offensiv nervigen Art, denn funktionieren tut an dieser Grütze so gut wie gar nichts.
Das größte Ärgernis ist dabei die Story an sich, die von vorn bis hinten keinen Sinn macht. Wir haben also einen Tanker auf Kollisionskurs mit der Erde den eine durchgeknallte Tussi so programmiert hat. Da kommt doch erstens die Frage auf, warum sollte sie das tun? Verrät uns allerdings niemand. Und wenn sie das schon machen will warum gibt sie potentiellen Besuchern die Möglichkeit mittels unnötiger Shakespeare Passwörter die ganze Nummer noch aufzuhalten? Was will die Olle denn überhaupt, entweder will ich die Erde nuken oder jemand soll den Frachter aufhalten können, aber doch nicht beides gleichzeitig, mann ist das deppert.
Von dieser Sorte gibts noch genügend weitere. Erst wird ein Andockmanöver durch ein Schutzschild verhindert, was die bösen Buben aber zehn Minuten schon wieder vergessen haben, so das der Schiffsübergang unproblematisch von statten geht. Die Kapersleut treffen auf fünf Meter Entfernung keinen ungedeckten Menschen, bringen es aber fertig durch wildgestreutes Feuer, die Tanks in die Luft zu jagen, da sind zweifellos echte Profis am Werk.
Geld war für die gesamte Produktion offenbar auch kaum vorhanden, was sich deutlich an den Sets festmachen läßt, die hauptsächlich aus engen Gängen in einer Fabrik/Lagerhalle oder blinkenden Elektrolämpchen ohne erkennbare Funktion bestehen, nach einem leibhaftigen Raumschiff sieht jedenfalls keine einzige Einstellung aus. Selbiges gilt natürlich auch für die Flohmarkt CGI, die selbst 1997 schon Scheiße aussah.
Abteilung Schauspieler, sind immerhin zwei Leutchen mit dabei die B-Movie Erfahrene kenne dürften. Sandra Bernhardt gibt eine extrem unsympathische Heldin ab, während Frank Zagarino, sonst eher ein Strahlemann den Fiesling ebenfalls recht unglaubwürdig verkörpert. Schade eigentlich, hätte man die beiden Rollen vertauscht gewesen, hätte man das beinahe sogar als originell bezeichnen können, so wirken die Charaktere da eher fehlbesetzt.
Spannung kommt leider ebenso kaum auf, meist brüllt man sich an, weil die Shakespeare Zitate als Passwörter nicht so funktionieren, oder man kraucht durch irgendwelche Luftschächte. Auch das Finale bietet keine wirklich Schauwerte, sondern nur einen ideenlosen Tod des letzten Bösmannes und ein mehr oder weniger offenes Ende. Apocalypse ist einfach nur ein nichtssagender, schlechter Film, man wünscht sich förmlich das mal irgendein gemeines Alien vorbeischaut und die ganze Nummer beendet.
2/10

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