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Da meint man alles gesehen zu haben und trifft unerwartet auf Bodensatz-Produkte wie "The Apocalypse". Immerhin, Frank Zagarino (Warhead, Shadowchaser) spielt mit, leider als Bösewicht und man lässt ihn nicht mal richtig fighten. Kurz und bündig, macht euch auf langweilige Weltraumkacke gefasst von Regisseur Hubert C de la Boullerie (Im Auge des Sturms), den mal wieder keine Sau kennt.
Wir befinden uns in ferner Zukunft, wo das Raumschiff "Agamemnon" spurlos verschwindet. Erst 25 Jahre später taucht es wieder auf, der Bergungstrupp um Pilotin J.T. Wayne (Sandra Bernhard) wird auf die Sache angesetzt. Leider fehlen J.T. und ihrem Helfer Suarez (Matt McCoy) das Personal und so heuern sie neben dem Barkeeper Lennon (Cameron Dye) noch Vendler (Frank Zagarino) und seine Leute an. Doch kaum hat man die "Agamemnon" gefunden, bringt sie Vendler in seine Gewalt. Doch nicht mal er ahnt, dass dieses Raumschiff eine riesige Bombe ist und nun Kurs auf die Erde genommen hat. J.T. und Lennon versuchen alles um eine Katastrophe zu verhindern.

Das Ganze ergibt überhaupt keinen Sinn, weil man gar keine Gründe kennt, warum diese in Shakespeare verknallte Programmiererin das Schiff mit der Erde kollidieren lassen will. Warum schwebt es dann über zwanzig Jahre im Weltall rum und nimmt erst Kurs auf die Erde, wenn sich das Bergungsteam an Bord befindet? Und was will Vendler eigentlich mit dem Schiff ? Und überhaupt ist uns schon im Vorhinein klar, das er ein krummes Ding drehen will. "The Apocalypse" krankt nicht nur an Logik, sondern ist auch dermaßen langweilig, nebst einer total unsympathischen Heldin. Immerhin ist da noch Barkeeper Lennon, der sich vom Angsthasen zum Helden mausert. In der ersten halben Stunde passiert erstmal gar nichts, Boullerie sorgt dafür, dass wir uns mit Hilfe von Heim-PC-Effekten und billigen Kulissen nicht zu wohl fühlen. Hier will keine futuristische Stimmung aufkommen, denn der Drehort war eindeutig eine alte Lagerhalle, notdürftig umfunktioniert zum Raumschiff. Alles karg und trist, die Außenaufnahmen der Raumschiffe könnte man einem alten PC-Spiel entnommen haben. Da die Spannung sowieso von Anfang an im Keller ist, bleibt als letzter Rettungsanker nur noch die Action.

Doch außer ein bisschen Schusswaffengebrauch und kleineren Kampfeinlagen ohne Choreographie gibt es nichts zu bestaunen. Die Bösewichte schießen natürlich immer daneben und töten sich gegen Ende des Films auch gegenseitig, weswegen es J.T. und Lennon gerade mal mit vier Gegnern zu tun haben. Vendler ist zwar ein Stehaufmännchen, aber seine Leute werden völlig unspektakulär um die Ecke gebracht und am Ende kapiert man nicht mal richtig, wie man jetzt die Katastrophe abgewendet hat. Eigentlich verfolgt man sich ständig durch die selben Gänge, ganz besonders lächerlich ist die Geschichte mit dem Schutzschild der "Agamemnon", oder wenn man später angeblich in der Schwerelosigkeit herumspaziert.
Und dann muss man noch eine unsympathische Sandra Bernhard (Hudson Hawk, Catwalk) die weder schauspielern kann, noch gut aussieht. Matt McCoy (Little Bigfoot, The Assault), Frank Zagarino und Cameron Dye (Starfight, Men at Work) sind ganz passabel.

Ein Trauerspiel von Anfang bis Ende, nicht mal richtige Actionszenen kriegt man geboten. Die ganze Geschichte ergibt obendrein nicht den geringsten Sinn, ist stümperhaft, spannungslos und billig in Szene gesetzt. Außer ein paar soliden Mimen gibt es nichts, was man an "The Apocalypse" gutheißen könne, also ab in die Tonne damit.

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