Review

Das Testament des Dr. Mabuse

Fritz Langs Film aus dem Jahre 1933 ist eine zu lang geratene Krimigeschichte um einen großen Unbekannten, der im Hintergrund die Fäden für allerlei Verbrechen zieht. Im teils schönen Berliner Dialekt ermittelt Otto Wernicke als schroffer Polizeikommissar Lohmann in verschiedenen rätselhaften Fällen, während Tom Kent, ein Handlanger Mabuses, mit seinem Gewissen und der Liebe in Konflikt gerät. Verschiedene Handlunsstränge werden hier gezeigt, welche im Finale zusammenkommen. Bis es dazu kommt, vergeht jedoch so einiges an Zeit, die sicherlich zwar filmisch ansprechend umgesetzt wurde (neben ein paar kurzen dynamischen Kamerafahrten gibt es jede Menge Matchcuts zu begutachten,sowie visuelle wie auch  pyrotechnische Effekte), aus heutiger Sicht jedoch schlicht und ergreifend allzu häufig zu unfreiwilligem Gelächter führt. Alleine die im Film gezeigte Romanze ist mit den Gewohnheiten unserer Zeit gesehen einfach  eine Zumutung; eine Zumutung zum totlachen und peinlich berührt sein. Der Unterhaltungsgrad ist in der Runde dadurch nicht gering, jedoch sicherlich nicht so intendiert gewesen, weshalb der Film einfach nur entweder als schlecht oder als sehenswert aus den falschen Gründen empfunden werden kann.

4/10

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