Haben Sie einen Bürojob? Nein? Gut für Sie...
Alle anderen dürften sich hier zumindest in manchen Situationen wiedererkennen. Bei all den Klischees, Typen und Gegebenheiten, die hier in der von Mike Judge geschriebenen und inszenierten Satire aufgefahren werden, stehen die Chancen dafür zumindest ziemlich gut.
Peter ist von seinem Dasein im Großraumbüro einer Softwarefirma jedenfalls angeödet. Der Chef nervt, die meisten Kollegen ebenso und überhaupt ist diese Existenz zwischen Trennwänden unbefriedigend. Da heckt er nach einer verunglückten Hypnosesitzung mit seinen Mitgefangenen Samir und Michael einen Plan aus, der ihnen das Leben erleichtern soll.
Und eigentlich ist das alles nur Fassade, denn was Judge basierend auf seinen eigenen animierten „Milton“-Kurzfilmen hier zeichnet, ist das hintergründige Bild der Unzufriedenheit. Verarbeitet wird dies in kleinen Szenen und Dialogen, die im Gesamten zwar eine ansprechende Satire auf die tretmühlenartige Bürolandschaft sind, trotzdem gibt es sich nicht so böse, wie es könnte.
Die Besetzung ist dabei durchaus gelungen. Ron Livingston als Peter bleibt sympathisch, David Herman und Ajay Naidu komplettieren das zentrale Trio, kultig geradezu die Zerlegung des Kopierers auf der Wiese. Gary Cole als Vorgesetzter und Jennifer Aniston als love interest ergänzen den Cast ebenso wie John C. McGinley als Unternehmensberater.
Was war noch gleich … ach ja, eine unterhaltsame Komödie, die nicht auf die großen Brüller, aber auf die vielen wiedererkennbaren Mechanismen des Büroalltags setzt. Diese hätten aber pointierter herausgearbeitet werden können und der Plot um den Betrug ist vielleicht der feuchte Traum eines frustrierten Angestellten, zieht aber keine fundierte Auseinandersetzung mit diesem Mikrokosmos nach sich, mit der der Film vielleicht noch besser funktioniert hätte. Macht trotzdem Spaß.