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In seinem Regiedebüt präsentiert der ukrainische Regisseur Vadim Perelman ein psychologisch wie optisch hervorragendes Drama um Freiheit, Einsamkeit, Besitz, verkannte Gutmütigkeit und kulturelle Ideale.

Im Zentrum des Geschehens steht ein alter Bungalow.
Von den Steuerbeamten in die Enge getrieben, bleibt Kathy Nicolo (Jennifer Connelly) nichts anderes übrig als ihr Haus widerwillig zu räumen. Bei einer Versteigerung erwerbt der unrechtmäßige Exiliraner Amir Behrani (Ben Kingsley) das Haus für seine Familie. Kathy, der diese Haus rechtmäßig gehört, versucht mit allen Mitteln ihr Besitz zurückzuerlangen und bringt sich selbst sowie die Familie Behrani an den Rand des Wahnsinns.....

Perelman inszeniert ungewöhnlich distanziert aber gleichzeitig ungemein intensiv in der Bildsprache. Naturphänomene geben dem Film eine Prise Ungewöhnlichkeit, gleichzeitig aber einen klaren Zusammenhang zwischen den einzelnen Szenen.
Perelman erzählt diese Romanadaption sehr gemächlich und lässt sich viel Zeit für seine Charaktere. Er schafft keinen klaren Spannungsaufbau, sondern verlässt sich komplett auf die alltäglich-vorgetragenen Handlungen seiner Protagonisten.
Der Film gewinnt dadurch an komplexer Einfachheit und einer Ausdrucksstärke, die man in vergleichbaren Filmen so gut wie nie zu Gesicht bekommt.

Die Musik von James Horner ist passend gewählt, obwohl er einige Themen aus " A Beautiful Mind " verwendet. Sehr ruhige, nachdenkliche Instrumentalik verschönert buchstäblich den Film zu einem emotionalem Meisterwerk vor einer wunderschönen Kulisse.

10 von 10 Punkten

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