Ich erinnere mich diesen David Cronenberg-Film als 9-jähriger Junge im Free-TV gesehen zu haben und was mir von damals besonders hängen blieb, war die Szene, in der die blutverschmierte Hand des Affen gegen eine der Teleboxen schlägt...
Nun, 12 Jahre später, muss ich nach erneutem Schauen des Films sagen, dass Cronenberg hier ein wirklich schauriges Meisterwerk gelungen ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen, modernen Horrorfilmen hat die Hauptfinger in "Die Fliege" Seth Brundle (Jeff Goldblum) etwas tragisches an sich wie auch Frankeinstein´s Monster.
Wägt er sich doch nach dem missglückten Experiment in Sicherheit und schiebt seine anfänglichen körperlichen Veränderungen auf die neue Zusammensetzung seiner Moleküle, so muss er bald herausfinden, dass er zu einem DNS-Mischmasch aus Mensch und Fliege mutiert.
Erstaunlicherweise arrangiert sich Brundle mit diesem Zustand, auch wenn er z.B. eine neue Art zu essen erlernen muss und ihm seine Männlichkeit genommen wird (Spiegelschrankszene).
Seine Freundin hingegen will sich mit diesem Schicksal nicht abgeben und versucht alles um Seth zu helfen. Leider missglücken alle Versuche...und zu allem Überfluss ist sie auch noch schwanger von "Brundlefly", wie Seth sich jetzt selbst nennt.
Ich will nicht zu viel von der Story verraten, denn dieser Film ist es wirklich wert aufmerksam geguckt zu werden. Hier geht es nicht um billige Schockeffekte, sondern um ein leises Grauen, das sich zum Schluss in ein Tosen des Terrors verwandelt.
Natürlich gibt es auch einige wirklich gorige Szenen...der Horror des Films baut sich aber anders auf.
Zu Erwähnen wäre auch noch die großartige Score, die das Geschehen perfekt untermalt.
9 von 10 Punkten.