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David Cronenberg hat es geschafft, eine Horrorfilmstory in ein dramatisches Filmchen umzuwandeln. Zur Story: Der geniale Wissenschaftler Seth Brundle hat eine Maschine entwickelt, die Materie von einem Ort an einen anderen transportiert. Dazu hat er zwei Behälter gebaut, die das bewerkstelligen sollen. Eines Tages trifft er eine junge Reporterin, der er seine Maschinerie zeigt. Schließlich entscheidet sich Seth dazu mit ihr einen Dokumentarfilm zu drehen über das Experiment. Seth testet das Verfahren an sich selbst, bemerkt aber nicht, dass eine kleine Fliege mit ihm in den Behälter fliegt. Der Computer, der zum Verfahren notwendig ist, kreuzt beide und Seth hat Fliegen- DNA in sich. Zunächst nicht groß bemerkbar, wird Seths Verhalten immer schlimmer. Er kann stundenlang Sex haben und hat immer mehr Lust darauf, er wird immer aggressiver und gefährdet schon das Leben anderer Menschen. Die Reporterin, inzwischen seine Freundin, ist inzwischen schwanger geworden und Seth verändert sich äußerlich immer mehr zu einem Monster bis es ausbricht.
Ein Remake der Superlative! Leider gehöre ich nicht zu den Leuten, die das Original gesehen haben, aber ich finde das Remake einfach klasse, es wird nicht mit Effekten gegeizt, diese sind wie gewohnt super (typisch für David Cronenberg) und die Schauspieler sind einfach spitze. Was ich vor allem super finde ist der Schwerkraftstrick (dass es wirklich so aussieht, als ob Seth die Wände hochgehen könnte und das ohne Computeranimation). Dramatik wird hier auch großgeschrieben. Die Thematik der Beziehung von Seth und der Reporterin und seine langsame Verwandlung wird hier ausgedehnt, so lernt man hier die Charaktere etwas näher kennen (ein echter Pluspunkt). Die Dialoge unterhalten sehr gut, aber für Leute, die Horror sehen wollen gibts zum Schluß genug zu sehen. Diese Säureszenen sind splattrig, ebenso wo Seths Menschenhaut in Fetzen herunterhängt und das Fliegenmonster zum Vorschein kommt (einfach spitze). The Fly hat alles für einen gelungenes Drama und auch für einen kultigen Splatterhorrorstreifen, da von beidem genug hier drin enthalten ist. 10/10 Punkte für eines von Cronenbergs besten Werken.

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