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Jeff Goldblum spielt einen Wissenschaftler, der ein Teleportationsgerät entwickelt hat und sich selbst in einem Versuch über 10 Meter teleportiert. Da jedoch eine Stubenfliege mit in die Maschine geraten ist, beginnt Goldblum nach dem Experiment zu einer Fliege zu mutieren und seine Freundin, gespielt von Geena Davis, ist schwanger und fürchtet, dass ihr Kind auch zur Fliege werden könnte.

David Cronenberg gehört zu den Menschen, denen man nachts nicht auf der Straße begegnen möchte und wenn man sich die brutalen Filme des kanadischen Krauskopfs so ansieht zweifelt man teilweise wirklich an dessen Verstand, auch wenn er neben "John Carpenter" und anderen zu den wichtigsten Begründern des Horror-Genres zählt. Schon mit dem, mittlerweile indizierten "Videodrome" und später mit dem atmosphärischen "The Dead Zone" lieferte Cronenberg einige gelungene Horror-Filme und bliebt mit dem brutalen "A history of violence" oder dem ebenfalls nicht gerade zimperlichen "Tödliche Versprechen" auch weiterhin seinem Stil treu. Aber was auch immer man von Cronenberg halten mag, als Regisseur gehört er zu den größten Talenten weltweit. Mit der hervorragenden Musik von Erfolgs-Komponisten Howard Shore und der überaus abstoßenden, aber dennoch irgendwie faszinierenden Maske baut Cronenberg mit Leichtigkeit eine gespannte Atmosphäre auf, die er die ganze Zeit über halten und zum Ende hin sogar steigern kann. Mit dem hohen Erzähltempo entsteht somit ein spannender, wenn auch etwas kurzweiliger Horror-Film. Auch wenn er den schmalen Grat zur Abscheu nicht immer gemeistert bekommt, finde ich, dass alles noch im Rahmen des Erträglichen liegt. Mit einem bisschen Action, ein paar blutigen Szenen, einem Hauch von Erotik und ein bisschen Gefühl und Dramatik rundet Cronenberg sein atmosphärisches Werk ab, dass ruhig etwas länger hätte sein können.

Die Grundidee um den Wissenschaftler, der unabsichtlich mit einer Fliege gekreuzt wird, ist nicht gerade neu, zumal es sich hier um das Remake von "Die Fliege" von 1958 handelt. Die Handlung, die um den Plot gestrickt wurde ist nur ein Vehikel, um Blut und Gewalt auf die Leinwand zu bekommen, das leider nicht sonderlich überraschend ist, da alles dem stereotypen Muster eines Horror-Films entspricht. Durch die dichte Atmosphäre wird der Film aber trotz seiner Vorhersehbarkeit spannend. Die Charakterkonstruktion ist nicht sonderlich vielschichtig, was bei diesem Film aber im Großen und Ganzen keine größere Rolle spielt. Die Handlung hätte ruhig etwas komplexer sein können, aber verglichen mit den meisten anderen Slasher- und Splatter-Filmen ist die Story dennoch im oberen Mittelmaß anzusiedeln.

Nach "Die Körperfresser kommen" ist Jeff Goldblum erneut in einem Horror-Film zu sehen und macht sich als etwas skurriler Wissenschaftler, der zu einer Fliege mutiert ganz gut, wobei er in der zweiten Hälfte des Films wegen der starken Maske kaum noch zu erkennen ist. Geena Davis, die später vor allem mit "Thelma and Louise" in Erscheinung treten konnte, spielt ebenfalls überzeugend und harmoniert sehr gut mit Goldblum und auch der restliche Cast kann überzeugen.

Fazit:
Trotz der mittelmäßigen Story ist "Die Fliege" aufgrund der starken und atmosphärischen Umsetzung und der guten Darsteller ein gelungener Horror-Film der kurzweilige Unterhaltung bietet.

70%

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