Bei Remakes sollte man ja immer vorsichtig sein, zwecks der Qualität. Zum Glück ist das bei Cronenbergs „Die Fliege“ nicht der Fall, so dass ein unterhaltsamer Filmabend garantiert ist.
Dem Wissenschaftler Seth Brundle (Jeff Goldblum) ist es gelungen, feste Materie von einem Ort zum anderen zu transportieren. Dies gelingt ihm mit Hilfe zweier Teleporter. Sein bis dato geheime Entdeckung zeigt er der Journalistin Veronica Quaife (Geena Davis). Nach anfänglicher Zurückhaltung entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung und Veronica unterstützt Seth weiter bei seinen Forschungen. Schließlich gelingt es Brundle, auch lebende Tiere zu transportieren.
Nachdem Veronica nicht mit Seth feiern kann, betrinkt sich dieser leicht und wagt den Selbstversuch. Dabei bemerkt Brundle nicht, dass sich eine kleine Fliege in den Teleporter befindet. Brundle kommt aber gesund aus dem Transporter heraus und fühlt sich großartig.
Brundle sprüht vor Lebensenergie, hat mehr Kraft als vorher, aber auch einen starken Drang zu süßen Sachen. Seine Beziehung zu Veronica scheint zu zerbrechen, da Brundle sich auch emotionell verändert hat.
Dann aber beginnt sich Brundle zu verändern, er bekommt Insektenhaare, verliert seine Zähne usw. Brundle versucht dahinterzukommen und entdeckt die schreckliche Wahrheit. Er mutiert zur Fliege...
Die Fliege ist deshalb schon ein Erfolg, weil es nicht einfach das Original kopiert, sondern mit eigenen Ideen aufwartet. Im Original (u.a. mit Vincent Price) bekam der Wissenschaftler nur einen Fliegenkopf und einen Fliegenarm, hier jedoch wird Goldblum komplett zur Fliege.
Und Goldblum wird in der Tat „zur Fliege“. Dank der genialen Effekte von Chris Walas wird die Fliege auch Horrorfreunden gefallen, denn es gibt doch einige ekelhafte Szenen, seien es die Verwandlungen von Goldblum oder auch, wie er seine Nahrung aufnimmt oder sich verteidigt. Nix für schwache Mägen teilweise!
Goldblum passt sehr gut in die Rolle des Wissenschaftlers Brundle, auch Geena Davis überzeugt. John Getz spielt den Ex-Freund von Geena Davis und ist meiner Meinung nach neben Brundle auch das arme Schwein in dem Film, Warum? Man schaue sich das Ende an, Stichwort schwacher Magen.
Unter der Regie vom Kanadier David Cronenberg ist ein sehr gelungenes Remake entstanden, welches Aufgrund der anders erzählten Geschichte und besonders der kruden F/X auch Remake-Hasser befriedigen sollte.
Fazit: Gelungener Film mit einigen Hardcore-Effekten. Dazu gelungene Schauspieler und eine gewohnt sehr gute Regieleitung von David Cronenberg. Absolut zu empfehlen.