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Der ehemalige Viertnamveteran John Slade (Frank Zagarino) ist völlig pleite, kann aber auf seinen besten Kumpel Ron Morrell (David Carradine) zählen, der ihm einen Job bei der Waffenfirma Markson Industries besorgt. Der Gründer Dr. Markson (Joshua Bryant) will seinen Job an den Nagel hängen und er vernichtet den Prototyp einer neuen Wunderwaffe. Genau die wollte sich der Gangster Shark (David Fralick) unter den Nagel reissen. Kurzerhand lässt er Markson von seiner Killertruppe entführen, John kann aber Marksons Tochter Jackie (Hilary English) vor einer Entführung bewahren. Mit Ron versucht John Dr. Markson zu befreien, doch Shark hat nicht nur Polizisten, sondern auch FBI Agenten auf seiner Seite.

Frank Zagarino hatte schon viel Pech mit unpassenden Angeboten, bestes Beispiel bleibt der unterirdische "Avenger". Mit nur wenigen Filmen wie "Never Say Day" oder "Warhead" konnte er ein Zeichen setzen, aber auch der völlig unbekannte "Stroker" zählt zu seinen besseren Filmen. Zagarino spielt hier den sympatischen Einzelgänger John Slade, welcher ein ehemaliger Vietnamveteran und Kampfsportexperte ist. Mit recht sparsamer Mimik, aber doch viel Elan macht Zagarino eine gute Figur, auch das lange Haar steht ihm recht gut. Nur mit Darsteller wie David Carradine kann Zagarino nicht schritthalten. Carradine darf hier mal wieder in einer guten Rolle agieren. Nur der Gegenpart mit David Fralick ist sehr klischeeträchtig. Die korrupten Cops, der Verräter beim FBI entpuppen sich kaum als Überraschung und die Story um eine fliegende Wunderwaffe ist etwas sehr weithergeholt und kommt ohne Wendungen aus.
Auch geht Regisseur und Drehbuchautor H. Kaye Dyal sehr sparsam mit der Action um. Aber wenn es zur Sache geht, dann auch richtig. Die Shootouts sind recht gut gemacht und bieten einige blutige Perforierungen an, die Nahkämpfe sind hart, bieten nette Martial Arts Sequenzen, sind aber leider nur von kurzer Dauer. Immerhin darf Zagarino öffter sein Können beweisen, doch seine Gegner sind immer recht schnell am Boden. Nur gegen Shark darf er sich einen längeren Fight gönnen. Die Autoverfolgungsjagd bleibt unbedeutend, die Sachschäden und Explosionen halten sich in Grenzen. Wirklich schade dass Dyal hier so mit der Action geizt, denn aus "Stroker" hätte man locker einen B-Kracher machen können.
Allein schon der tolle Score und die ländliche Kulisse mit Westerntouch verhelfen diesem Film zu einen hochwertigen Anglitz.

"Stroker" erweist sich dank seiner hochwertigen Inszenierung schnell als überdurchschnittlich und wartet mit guten Darstellern auf. Leider kocht der Plot nur auf Sparflamme und könnte zudem mehr Action vertragen. Kulisse und Score sind hervorragend, auch die wenigen Actionsequenzen weisen eine gute Machart auf und sind obendrein ganz schön brutal. Ich gebe sehr gute 6 Punkte, für Einen von Zagarinos besten Filmen.

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