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Ein Terroristentrupp unter Führung des Kampfroboters Romulus bemächtigt sich eines Krankenhauses und nimmt die Tochter des Präsidenten als Geisel. Das FBI ist ratlos. Der Retter soll aus dem Knast kommen: Man will den Architekten des raffiniert gebauten Hospitals auftauen, erwischt versehentlich aber den Ex-Footballprofi Da Silva. Der nutzt seine Chance und sieht sich schnell von den Terroristen verfolgt. Gemeinsam mit der Tochter des Präsidenten versucht er vergebens die Flucht durch die Luftschächte. Entsetzt muß er feststellen, daß das Ziel der Entführer nicht das Lösegeld, sondern ein Anschlag auf den Präsidenten ist. Und da sieht sich Drückeberger Da Silva in die patriotische Pflicht genommen.

Neben der Airboss Reihe ist Shadowchaser das zweite größere Franchise von Frank Zagarino und qualitativ sicher auch das wesentlich bessere. Vorab mal wieder besten Dank an die Best Entertainment Luschen, die die Shadowchaser Box mit "indizierte Fassung" vertreiben, aber die Teile 1 und 3 doch nur wieder in der 16er Version enthalten sind, für so etwas hat man glaube ich den Begriff Mogelpackung erfunden. Dazu paßt auch das mit einer "hervorragenden Bestetzung" (Schreibweise authentisch) geworben wird, aber mal zum Film selbst.
Das Prinzip der Story wird allerdings schnell klar, wir tauschen John McLane gegen eine frisch aus dem Gefrierfach entnommenen Football-Knacki, ersetzen Terroristen gegen einen platinblonden Androiden, verlegen alles vom Hoch- ins Krankenhaus und wechseln die Ehefrau gegen die Präsidententochter aus und fertig ist das frische, neue Actionkonzept. Aber auch wenn sich das jetzt ein wenig sarkastisch anhört, ganz so übel ist der Film überhaupt nicht geworden und für eine Variation des scheinbar unkaputtbaren Themas langt es allemal aus.
Der Ablauf ist allerdings jedem spätestens nach wenigen Minuten klar. Wir singen das alle 10 kleine Terroristilein-Lied, neue Impulse kommen da höchstens von dem internen Verräter und dem doch wehrhafteter als erwartet seienden Präsi-Töchterlein (gespielt von Meg Foster, die allein schon wegen ihrer Augen doch ein viel prädestinierter Android-Charakter gewesen wäre). Lästig ist da dann doch eher das Kompetenzgerangel der im Hintergrund agierenden Organisationen.
Bei der Action hielt man sich vermutlich budgetgeschuldet dabei doch vornehm zurück. Die Darsteller sind soweit ok, Martin Kove sieht man ja eher selten in einer Hauptrolle, aber er macht das ok und selbst Zagarino muß ja auch nur böse gucken. Ich frage mich allerdings warum man eine unbesiegbare superduper Kampfmaschine jetzt unbedingt Romulus nennen mußte, der ja schon bei der Gründung Roms von seinem Bruder verdroschen und ermordet wurde, macht doch irgendwie keinen Sinn.
5,5/10

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