Molly Keller wird von schlimmen Visionen geplagt. Als Nachfahre des legendären “Jack the Ripper” erlebt sie dessen blutige Gräueltaten tagtäglich aufs Neue. Sie lässt sich in eine Anstalt einweisen, doch niemand kann ihr helfen. Mollys letzte Chance scheint eine neuartige Therapie zu sein, bei der sich die Patienten in eine virtuelle Welt begeben, um ihren Ängsten zu begegnen. Aber das Experiment geht schief. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod bei dem die Grenzen zwischen Wahnvorstellungen und Realität immer mehr verschwimmen. Und der Ripper mordet weiter!
War der Vorgänger immerhin noch ein einigermaßen solider Slasher, ist der zweite Auftritt des Rippers zwar immer noch ein Slasher, aber beileibe kein guter mehr. Hatte der eine mit Bruce Payne, Jürgen Prochnow, AJ Cook und Emmanuelle Vaugier immerhin einen locker vorzeigbaren Cast, hat der andere immerhin doch tschechische Laiendarsteller. Unsere Story spielt denn auch in Prag, wo ein Haufen jugendlicher Psychopathen neue psychische Behandlungsmethoden testen darf, in einem Institut mit den laschesten Sicherheitsmaßnahmen der Welt, dürfen doch hier Pyromanen, Sexualstraftäter und Mörder ein- und ausgehen wie es ihnen beliebt.
Nachdem wir uns dann alle fragen dürfen, warum wir jetzt ausgerechnet dieser mental verstrahlten Truppe die Daumen drücken müssen, kommt aber schon zum Glück der Kapuzenmann und schnappt sich die seltsamen Figuren nach dem 10 kleine Negerlein Prinzip, nur ist dies leider dermaßen unspektakulär, das kaum ein Kill (meistens eh nur im off) in Erinnerung bleiben will.
Zwischen den Morden herrscht aber ziemliche Langeweile vor, die entweder aus psychologischen Gestammel seitens des Professors oder wahlweise den hirnbefreiten Dialogen der Klapseninsassen besteht. Auch der ganze Plot um die virtuelle Realität macht vorne und hinten keinen Sinn und trägt eher noch zusätzlich zur Verwirrung bei. Slasher gibt es ja bekanntermaßen mehr als genug, da gibt es eigentlich keinen Grund, warum man ausgerechnet auf Ripper 2 zurückgreifen müßte.
3/10