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Ich mußte mich bereits dem dilettantischen Charme von Killer Crocodile 2 von Nicht-Regisseur Giannetto De Rossi beugen und so soll auch sein erster Versuch in dieser Position kurz durch mich Erwähnung finden. Cy-Warrior wirkt wie die Low Budget Kinderversion vom Terminator. Lediglich die FSK 16 Freigabe macht es dem Film in Deutschland schwer, seine Zielgruppe jemals zu erreichen. Der deutliche Schwerpunkt auf einen kleinen Jungen und vor allem eine damit verbundene, gewagt belanglose Story machen es dem erwachsenen Zuschauer wiederum nicht einfach, Zugang zu dem schwachbrüstigen Actiongeplänkel zu finden, welches das große Cameron Vorbild durch seine Machart fast schon unfreiwillig parodistisch zitiert.
Der wasserstoffblonde Cyborg kittet sich seine Haut mit Paste und stolpert mit seinen Frisurenfreunden durch eine ihm feindlich gesonnene Welt aus schlechten Onelinern und einem ewig wiederkehrenden Soundtrack Thema. Puff macht es meist mit Goldregen. Der arme Henry Silva brauchte wohl Geld oder schuldete Produzent Fabrizio de Angelis noch einen Gefallen. Wie soll man diesen Auftritt sonst entschuldigen? Der gute Fabrizio sollte auch als Entscheidungshilfe für den unschlüssigen Kunden gelten, denn mit dem typischen Charme seiner Produktionen konnte mich Cy-Warrior als mieserablerer Vertreter aus den Reihen der berüchtigten Angelistitel trotzdem noch irgendwie unterhalten. Wer damit absolut nichts anfangen kann, läßt lieber die Pfoten weg, denn objektiv gut ist definitiv etwas anderes.

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