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Der Cy-Warrior ist eine supergefährliche Kampfmaschine, eine menschenähnliche HighTech-Waffe, unzerstörbar, allerdings noch nicht fertig programmiert. Dieser Superroboter entkommt aus streng geheimen US-Versuchslabors und will – töten. Das hat er gelernt, und das kann er sehr gut. Der Spezialagent Hammer soll den Cy-Warrior aufspüren und folgt der Spur der Zerstörung. Ein gnadenloser Kampf, den nur einer überleben kann, beginnt.

Es ist unschwer erkennbar, das diese italienisch/philippinische Schmalspurproduktion deutlich an Terminator angelehnt wurde. Die Szenen mit der Selbstreparatur und das halb weggeschmirgelte Gesicht kommen einem doch ziemlich bekannt vor. In der Rolle des Cyborg dürfen wir Frank Zagarino begrüßen, der damit gleichzeitig sein Bewerbungsvideo für die Shadowchaser Reihe und Cyborg Cop III ablieferte und dem die mechanisch emotionsrolle sicher wie immer schauspielerisch sehr entgegenkommt. Sehr putzig auch hier das güldene Endoskelett, was ich jetzt mal spontan mit dem C3PO Gedächtnis Preis belohnen möchte.
Durch die vier dusseligsten Wachmänner der neueren Geschichte errlngt der unkaputtbare Militärcyborg die Freiheit und soll nach ellenlangen Diskussionen wieder eingefangen werden, weil sonst den Staaten mittelschwere außenpolitische Peinlichkeiten drohen. So wird der wenig kompromißfreudige Colonel Hammer (Overacting Oscar an Henry Silva) und sein ebenso wenig kompetent wirkendes Jagdgeschwader. Bis hierhin ist zwar alles nicht wirklich dolle, aber immerhin noch im akzeptablen Bereich. Dann allerdings beging Gianetto de Rossi einen Kardinalfehler, den ich schon James Cameron in Terminator II nicht verzeihen wollte.
Denn als der Android verletzt von der Jagd mit verdrehtem Bein im Gewölle liegt, findet ihn ein blondgelocktes Rotzbalg, bringt ihn zu sich und seiner Schwester nach Hause und beginnt jetzt dem unfertigen Wesen das Leben und die Menschlichkeit beizubringen und dem Zuschauer einen kapitalen Würgereflex zu verabreichen. So bringt man ihm bei was ein Doktor oder ein Witz ist, lernt ihn das Tanzbein zu schwingen und als dann noch mit dem erwachsenen Schwesterlein ein Bussi ausgetauscht wird, hatte Cy Warrior endgültig verloren.
Aber auch sonst gibt es wenig Grund zur Freude. Unser toller Killerroboter ist doch eine ziemliche Lusche. Nicht ein einziges Mal feuert er überhaupt eine Waffe ab und darf auch nur erst am Ende ein paar Thugs unblutig abmurksen. Überhaupt gibt es hier mehr Kollateralschäden unter Zivilisten, als wirklich erledigte Bösewichte. Die Action brennt ohnehin nur auf Sparflamme, über die darstellerischen Leistungen hüllen wir uns lieber mal in Schweigen, wirklich hart wird es auch zu keinem Zeitpunkt und die Spezialeffekte sorgen auch nur für Hohn und Spott.
Trashfreunde werden vielleicht noch ein wenig Freude am Cy-Warrior haben, zu denen zähle ich mich eigentlich auch in gewissem Maße, aber der Film ist leider ein langweiliger B-Action Stinker mit miesen Figuren und depperter Story. Die drei Punkte gibt es hier auch bloß, weil ich weiß das es noch viel, viel schlechter geht. Das Ding läßt man besser im Vedeothekenregal verstauben.
3/10

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