Ganz so übel ist „Hangman´s Curse“ dann doch nicht ausgefallen, denn nach diversen negativen Kritiken war doch Schlimmstes zu befürchten. Zwar ist das Drehbuch ein hanebüchener Müll, aber stellenweise ist dieser noch recht ansprechend inszeniert worden.
Intro: Ein Junge erhängt sich.
10 Jahre später an der Roger´s Highschool: Der erhängte Junge hieß Abel Frye und soll eine Mitschülerin ermordet haben. Nun liegt scheinbar ein Fluch auf den Schülern, die ihn damals drangsalierten. Bereits drei Tote sind zu beklagen, so dass eine Untereinheit des FBI, das „Veritas-Projekt“, in diesem Fall ermittelt.
Und da beginnen bereits die Unwahrscheinlichkeiten. Denn die Undercover-Agenten sind Mitglieder der Familie Springfield. Vater übernimmt den Job des Hausmeisters, Mutter irgendetwas Undefinierbares und die beiden Kinder(!) tarnen sich als neue Mitschüler.
Da muß man es eben so hinnehmen, dass Söhnlein Brillant als knapp 16-jähriger mit einer FBI-Ausbildung angibt, während Tochter Elisha eigentlich nur als Eye-Candy fungiert, denn Darstellerin Leighton Meester ist ein absoluter Hingucker. Auf TKKG-Niveau laufen dann auch die Ermittlungen ab, denn Blut fließt zu keiner Zeit. Die in schwarz-weiß gehaltenen Visionen der Opfer sind wenig ansprechend ausgefallen und eine Geisterbeschwörung im rituellen Kreis mutet gar lächerlich an.
Etwas lang gezogene, sowie unnötige Szenen erhöhen die Laufzeit und Atmosphäre kommt dabei zu keiner Zeit auf.
Etwas spannender wird es allerdings, als die Geschichte einen derben Bruch erlebt und die Flüche des Galgenmännchens sich in Spinnenhorror verwandeln.
Die Szenen mit den echten Wolfsspinnen, die zu Tausenden die Luftschächte belagern, um anschließen den Football-Coach und andere zu piesacken, erinnern doch entfernt an „Arachnophobia“. Das führt zwar nie zu fesselnden Momenten, aber zumindest meine Aufmerksamkeit erhöhte sich nach etwa 75 Minuten doch ein wenig.
Zudem mischen ein paar witzige Klischeegestalten wie Grufties und Schulrüpel mit und die markante Synchro von Lutz Mackensy verleiht einem irren Forscher noch mehr Wahnsinn, als er es eigentlich ausstrahlt.
Das Ganze bleibt zwar unausgegoren, doch wenn man mit äußerst niedrigen Erwartungen an diesen Film herangeht, werden sich auch positive Aspekte finden lassen.
Zu keiner Zeit überzeugend, doch fast durchschnittlich unterhaltsam.
Eben typischer Highschool-Horror.
4 von 10 Punkten