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Äußerlich mögen die Springfields eine ganz normale Familie sein, doch heimlich arbeiten alle vier undercover für das FBI an mysteriösen Fällen, bei denen die Polizei mit ihrer Weisheit am Ende ist. Weil seit neuestem die Sportstars einer provinziellen High School einer mysteriösen Krankheit zum Opfer fallen, treten die Kids dort als Schüler an, während Daddy und Mum als Hausmeister und Schulpsychologin wirken. Man stößt auf mobbende Athleten, rachsüchtige Grufties und einen zehn Jahre zurück liegenden, geheimnisvollen Freitod.

Hmm, das Cover und der Titel suggerieren einen gepflegten Horrorstreifen. Das FSK 16 Schildchen verrät zumindest schonmal vorab, das jetzt nicht gerade das Texas Chainsaw Massacre kommen wird, aber es wird schon gruslig werden. Dann allerdings kommt der Schock, was hier vorgelegt wird ist lahme Kinderkacke, der nur unwesentlich unheimlicher ist als die Fünf Freunde Folge mit dem vorgetäuschten Gespenst. Die Hauptrolle spielen zwei nicht mal 16 jährige Zwillinge, mit vollständiger Forensik- und Nahkampfausbildung (klar, glaub ich sofort), als Teil des duften Veritas (in vino veritas, die erste Stunde hab ich mir wirklich ein Flasche Wein zum runterstürzen gewünscht) Projekt. Dieses besteht aus einer Familie plus Hund und untersucht landesweit mysteriöse Vorkommnisse (gibts bestimmt auch in echt, lol).
Die Story ist dabei auch eher auf 12jährige zugeschnitten. Wir sehen zunächst irgendein Teenie der sich erhängt, warum wird uns genauso wenig verraten, wie die Tatsache das einen Szenenumschnitt weiter bereits 10 Jahre vergangen sind, was den Durchblick nicht gerade fördert. Die ARbeit müssen dabei hauptsächlich die Spy Kids der Veritas Elite verrichten, nachts durch die Gänge schleichen, doch mehr und mehr der Schüler erleiden Sehverzerrungen, drehen kurz durch und verschwinden aus dem Script. Das ganze wird sogar vorher durch eine hingeritzte Zeichnung eines Erhängten im jeweiligen Spind angekündigt.
Jetzt wird ein wenig munter gerätselt wer von den Klischeesportlern oder -Grufties denn nn dahinter steckt, aber jeder Zuschauer der auch noch ein halbes Auge auf den Film hat, wird spätestens nach der Erwähnung der Spinne aus Afrika ganz genau wissen wer hier der Schuldige an dem ganzen Zauber ist. Die Story ist sich dabei selbst nicht einig, welche Geschichte sie denn nun erzählen will. Gestartet wird mit ein wenig Mystery, dann gibts zum Mittag ein bißchen Voodoo und zum Abendessen wird dann zum Tierhorror mit einer Armee giftiger Arachniden gegriffen, kein sehr gelungenes Konzept.
Ich muß gestehen, nachdem ich meine runtergefallene Kinnlade ob des gezeigten Blödsinns wieder eingerenkt hatte, wollte ich Hangmans Curse schon total verreißen. Aber nach dem ersten Schrecken kann man doch noch den einen oder anderen positiven Punkt vermerken. Die Helenkids sind zum Glück nicht die neunmalklugen Nervbratzen wie befürchtet, sondern haben auch einige spaßige Momente. Die Love Story der Tochter ist zwar zum gähnen, aber der Auto/Roller Gag ist dann wieder amüsant. Auch der freakige Wissenschaftler mit seinem Banjo bringt einige komische Situationen und das Spinnenfinale ist dann auch einigermaßen tragbar.
Die Darsteller sind zwar eher im unteren Durchschnitt anzusiedeln, können das ganze aber einigermaßen tragen. Blut darf hier sowieso niemand erwarten und es spricht wirklich nichts dagegen den Film locker im Nachmittagsfernsehen zu zeigen. Trotzdem bleibt die Nummer ziemlich harmlos und oft langweilig, Horrorfans sollten das ganze eh weiträumig umschiffen und die gefühlte Zielgruppe kommt wegen der Altersfreigabe nicht an den Film heran. Ich frag mich echt für welches Zielpublikum der ganze Spaß produziert wurde.
2,5/10

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