Im Fahrwasser des Erfolgs von Conan entstanden Mitte der achtziger eine ganze Reihe von mehr oder meist weniger preisgünstiger Kopien um aus der entstanden Fantasy Hysterie noch den einen oder anderen Dollar mitzuverdienen. Irgendwann kam auch jemand mal auf die Idee Arnie einen Satz Brüste zu verpassen und so entstanden Werke wie Red Sonja oder zeitgleich Barbarian Queen mit weiblichen Helden. Die Geschichten sind genrebedingt beinahe alle mehr oder weniger gleich, böser König unterdrückt armes Volk, Dörfer werden von schwarzgewandeten Reitern überfallen, eine Untergrundrevolution bildet sich und am Ende triumphiert das Gute über den bösen Overlord. Barbarian Queen hakt diese Punkte auch allesamt pflichtschuldigst ab und entwickelt sich zu einem lustigen Trash-Partyfilm. Als spaßige Zutaten nehmen wir heute grottige Darsteller, Pappmascheeschwerter, äußerst sparsame Kulissen, chicks in Action, Swordfighting auf Schulhofniveau und 80er Jahre Frisuren wie sie in einem L´Oreal Werbespot nicht besser platziert werden könnten. Interessant auch das dieser Film einen der ersten Auftritte von B-Action-Movie Star Frank Zagarino darstellt, der die komplette Laufzeit mit exakt einem (dümmlichen) Gesichtsausdruck auskommt. Von den reichlichen weiblichen Darstellerinnen darf so ziemlich jede, und das sind ne Menge, mal blankziehen und Hauptkampfbluse Lana Clarkson hat in ihrer Vergewaltigungsszene die lustigste Szene des ganzen Werks (klingt jetzt seltsam, muß man einfach mal gesehen haben).
Ich hatte hier jedenfalls echten Spaß und werd den Streifen auf jeden Fall bei einer der nächsten DVD Partys mal wieder vorkramen. Streifen wie Red Sonja oder Hundra schlägt er locker, allerdings sollte man schon eine gewisse Trashkompatibilität haben.
7/10