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Als die gesamte Familie des Bürgerkriegsveterans John Benedict von einer Bande Pferdediebe ermordet wurde, verfolgt er sie bis nach Mexiko. Dort rekrutiert er sechs Verurteilte, die ihm bei seiner Rache helfen sollen. Doch die haben andere Pläne.


Guter Rachewestern mit sehr guter Besetzung, dessen Story in erheblichem Maße wie das dreckige halbe Dutzend erscheint. Die sechs verurteilten Straftäter haben natürlich zunächst mal nicht vor, sich ihrem Befreier ernsthaft anzuschließen, das erfordert noch etwas Klärung. Soweit so identisch zum Klassiker mit Lee Marvin, nur eben im Western-Gewand.

Der weitere Verlauf entwickelt sich erstmal klassisch, wie man es von einem Western dieser Art erwartet. Es wird geritten, verfolgt gesucht. Allerdings hat Regisseur Daniel Mann, der mir nichts sagte, der aber ein paar halbwegs namhafte Werke im Œuvre hat (Willard, Telefon Butterfield 8) ungefähr zur Hälfte einen Twist auf Lager, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Auch das Ende kommt ein wenig unerwartet.

Zuvor allerdings bekommen wir noch eine hübsche Schlacht gegen Komantschen serviert, bei der es explosiv zur Sache geht. Zur Sache gehen auch die Schießereien, denn wie bei einigen anderen Western von Anfang der 70er sind Schusswunden hier durchaus blutig, allerdings nicht übertrieben hart. Eine FSK16 anstelle der geltenden FSK12 wäre aber vertretbar gewesen.

Die namhafte Darstellerriege liefert einen guten Job ab. Susan Hayward holt das Beste aus ihrer schmalen Rolle heraus und die Herren Borgnine und Strode sieht man (also ich) ja sowieso gern. Dank des guten Spiels und der Chemie zwischen Frau Hayward und William Holden wird auch der sehr ruhige Mittelteil nicht langweilig.


Spannender, schön fotografierter und top besetzter Rache-Western. Lohnt sich.

Und wer kennt heute noch Woody Strode, der einige bemerkenswerte Filme in seiner Vita hat.

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