Sicher hat der Film einen großen Nostalgie-Faktor. Man könnte ihn fast als zeitgeschichtliches Dokument bezeichnen. Vom leben auf dem Kiez. Freier, Gangster, Nutten. Insofern sicher auch ein wenig interessant. Aber mal ehrlich: Das ist kein guter Film! Zwar will er modern und brutal wirken, auf dem Zug amerikanischer Produktionen mitfahren, aber das gelingt halt leider nicht. Es sind zwar ein paar schöne US-Songs zu hören, es gibt für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich harte Szenen und Nackedeis zuhauf, aber dann kömmen halt immer wieder einige Unarten zum Vorschein:
Grottige Dialoge, grausamer Ton, schwache Kamera, kein besonders gutes Drehbuch und dann immer wieder diese grauenvolle Edgar-Wallace-Musik. Zum Fremdschämen!
Hoher Trashfaktor eben, am ehesten vergleichbar mit der Reeperbahn-Serie "Der König von St.Pauli". Nur gabs da echte Gegner und keine Ösi-Witzfiguren wie Herbert Fux.... Etwas merkwürdiger Genremix im Film. Ohnsorg-Theater, Schulmädchen-Folklore, Wallace-Sound und ein paar Härten.....