Review

„Spanish Rose“ ist ein stinklangweiliger B-Thriller aus dem Hause Nu Image von dem an sich gar nicht mal schlechten Bob Misiorowski.
Jack David (Michael Pare) ist Beamter beim Zoll und will mit seinem Team eine Wagenladung Schmuggelware hochnehmen. Doch der geplante Übergriff erweist sich als Falle, bei der nach einem Feuergefecht, einer Verfolgungsjagd und einer Explosion nur Jack und ein befreundeter Polizist überleben. Damit ist der Beginn noch das Beste am Film: Schick gefilmt und zudem mit einer ganz netten Actionsequenz, die recht angenehm unterhält.
Jack beschuldigt seinen Vorgesetzten Martin Cullen (Ian Yule) Schuld an dem Fiasko zu sein, wird aber im Gegenzug nach einem Gerichtsverfahren gefeuert und steht auf der Straße. Doch man bietet ihm an für den geheimnisvollen Roberto Largo (Michael Ironside) zu arbeiten. Michael Ironside spielt den Schmierlappen hier wieder von der ersten Sekunde an, so dass man zu keiner Zeit wirklich daran glaubt, dass er eine Sympathiefigur abgibt.

Dennoch lässt sich Jack von Roberto als Bodyguard für dessen Frau Eva (Barbara Carrera) engagieren, denn bei einer Überprüfung Robertos findet er etwas Interessantes heraus: Roberto scheint mit Jacks ehemaligem Vorgesetzten Cullen im Bunde zu sein. Jack nutzt die Chance diesen doch noch hochnehmen zu können...
„Spanish Rose“ ist ein sehr schwaches Thriller-Vehikel, das leider kaum Handlung besitzt. Der Plot darum, welche Machenschaften die Finsterlinge wirklich abziehen, würde auch auf eine Serviette passen. Die Infos findet Jack nach und nach ohne große Ermittlungsarbeit, wobei er (und der Zuschauer) eh von Anfang an ahnt wie alles zusammenhängt. Zwischendurch wird noch ein bisschen auf Kuba und die dortige Politik angespielt, aber nur sehr oberflächlich.
Leider füllt der Film dieses Gerippe auch mit nur sehr wenig Action und setzt mehr auf die obligatorische Affäre zwischen Jack und Eva. Diese wird dem Zuschauer jedoch sehr spannungs- und emotionslos dargeboten, dass man bald nur noch einschlafen möchte. Da nützen auch die lahmen Liebesszenen absolut nichts mehr, die eh nur oberflächlich wirken.

An Action gibt es leider auch kaum nennenswertes zu verbuchen. Der Auftakt ist sicherlich noch das Spektakulärste, ansonsten gibt es ein paar kurze Prügeleien und Feuergefecht, die aber von geringer Zahl und Dauer sind. Zwar hat Bob Misiorowski sie recht ordentlich inszeniert, aber bei dem geringen Budget konnte nichts wirklich Aufregendes herauskommen, daher kann die Action nur wenig retten.
Michael Pare spielt seine Rolle durchaus solide, hat aber schon besseres dargebracht. Ironside gibt den Klischee-Fiesling auf Autopilot, auch wenn er kein Totalausfall ist. Die restlichen Darsteller sind allesamt mau und keiner Rede wert.

Ziemlich schwacher B-Thriller ohne Atmosphäre und Spannung, bei dem die wenigen Actionszenen nur geringfügig helfen.

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