Review

"Man weiss nicht, was soll es bedeuten?" mag man lange Zeit über dieses neuerliche Ösi-Machwerk denken.

Sicherlich: Die Filmemacher haben sich dabei bestimmt was gedacht ... es andererseits leider nicht so genial wie sein Kollege Ulrich Seidl in "Hundstage" geschafft, die verschiedenen Geschichten der Akteure zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzubringen: Die unerfüllte Liebe der dicklichen Chor-Sängerin, das missverstandene hässliche Entlein der Schule, der betrogene Dorf-Stecher und ein halbes Dutzend weiterer skurriler Typen, die uns Regisseurin Barbara Albert in den knapp 2 Stunden vorstellt; alles schön und gut - nicht langweilig und alles andere als leichte Unterhaltungs-Kost. Dennoch fehlt der Geschichte leider eins: Die Seele.

An den Darstellern liegt’s nicht - die machen ihre Sache wirklich anständig, doch ihre Geschichte vermag uns nicht so recht zu berühren. Ein Experimentalfilm, der leider nicht über das Versuchsstadium hinauskommt - schade! Freunde anspruchsvoller Unterhaltung, die selbst vor den verschlungenen Pfaden eines David Lynch nicht zurückschrecken, sollten dennoch ein Auge riskieren.

Ach ja - da hats mal wieder jemand gut gemeint: die FSK12-Freigabe ist aufgrund mehrerer derber Sex-Szenen mehr als schmeichelhaft; ich werde die Herrschaften wohl nie verstehen ...

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