Kunihiro – ein ehemaliges Yakuza-Mitglied – kommt aus dem Knast frei und versucht ein anständiges Leben ohne Knarren und Blutbäder auf die Beine zu stellen. Doch die Vergangenheit holt ihn schon bald ein…
Feinfühlige Gangster-Dramen sind bei mir ja ohnehin immer gern gesehen und mit ONIBI schneit mal wieder ein besonders trister und wortkarger Geselle ins Haus. Das erinnert an Kitano, an Park Chan-wook, an Woo oder an die Frühwerke von Wong Kar-Wai.
Wirklich rankommen an Größen wie „Brother“, „Sonatine“ oder „As Tears Go By“ tut ONIBI zwar nicht, außerdem ist er auch nicht mit Szenen geschmückt, die sich einem ins Gedächtnis brennen, Erzählweise, Grundton und Tiefgang stimmen aber zweifelsohne.
Der Schluss fällt dann leider nicht ganz so proper bzw. drastisch aus, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte, außerdem sind hier Schießereien und orgiastische Gewaltausbrüche eher Mangelware,
insgesamt handelt sich’s aber schon um ein ziemlich ansehnliches Stück Film mit vielen Gesprächspausen und viel heimlicher Tiefe.
In einer Nebenrolle untergebracht: der eigentlich auf Miike-Filme verschriebene Sho Aikawa, bekannt aus „Zebraman“, „Tokyo Zombie“ und der „Dead or Alive“-Trilogie.
Fazit:
Einmal Gangster, immer Gangster? – Laut diesem Film: ja.