Die Anthropologie-Studentin Gloria reist zusammen mit ihren Bruder Gary ins Amazonasgebiet. Für eine Doktorarbeit will sie beweisen, dass es Kannibalismus nie gab. Begleitet wird sie außerdem von der abenteuerlustigen Pat, die alles Andere als Anthropologie im Sinn hat.
Schon die ersten Hürden auf den Weg in die grüne Hölle, bringen die Gruppe zum nachdenken. Die Drei können bis hier auch noch nicht erahnen, was ihnen noch bevor steht.
So treffen sie dann auf den Drogendealer Mike und dessen Kumpane.
Noch ahnen Sie nicht, in wessen Gesellschaft sie sich da befinden. Es sind dann aber diese beiden zwielichtigen Gestallten, die sie direkt ins Übel geleiten.
Was wir dann erleben müssen ist das Grauen, so wie wir es vielleicht in unseren Albträumen erleben.
Trash-Papst Umberto Lenzi hat hier einen gesellschaftskritischen Film geschaffen, der den panischen Zuschauer mit seinen Urängsten konfrontiert. So findet er sich dann allein unter Wilden wieder und muss um seine Körperteile bangen (besonders um sein Edelstes). Vielleicht erkennt dieser Zuschauer schlussendlich sogar, wer wirklich der Wilde ist und Vielleicht ist diese Erkenntnis dann auch das Erschreckendste an diesem Film.
Von seiner Aussage her ist Cannibal Ferox sicher glaubwürdiger als Cannibal Holocaust.
Cannibal Ferox ist aber kein Gruselfilm, den man mal eben mit seiner Freundin sehen sollte.
Cannibal Ferox ist harter Stoff und man sollte sich überlegen mit wem man sich diesen Film ansehen möchte und ob man ihn überhaupt sehen möchte.