Review

Takeshi-Miike-Wochen in der Videothek nebenan! Diesmal gibt's eine exzentrische "Kill Bill"-Variante in bewährter Manier.
Izo wird zu Lebezeiten gekreuzigt, ist deswegen natürlich angepisst wie Sau und pflügt sich deswegen durch Zeit und Raum, um an Hinz und Kunz Rache zu nehmen...
Dabei nimmt sich Miike wiederum alle Freiheiten und es ist schon spannend zu verfolgen, wie er nicht müde wird filmische Grenzen auszuloten. Eine Dramaturgie ist dabei nicht wirklich vorhanden und der Wechsel von Zeit- und Raum-Eben scheint ebenfalls eher konfus, auch wenn diese schöne Möglichkeiten für Regie-Spielchen bieten.
Auf den ersten Blick erscheint "Izo" als zusammenhangsloser Hack'n'Slay-Verteter aus dem Material Arts-Genre. Für einen reinen Klopper-Fetzen sind die Kämpfe allerdings zu unoriginell und "zweckmäßig". Auch wenn das Blut eimerweise fliesst und in der Wahl der Opfer keine Scheu herrscht ist der Film auf etwas ganz anderes aus als einer cartoonesken Gewaltorgie. Philisophisches Gebrabbel und explizite gesellschaftliche Kritik bilden den üblichen Miike-Mix und dem Zuschauer somit genügend Möglichkeiten, "seinen" Film daraus zu lesen - isses am Ende also doch Kunst?
Wer's sich einfach machen will lässt sich einfach von großartiger Optik und rätselhaften Einfällen berieseln - es bleibt trotzdem ein unterhaltsamer Film, wenn auch nicht unbedingt für zarte Gemüter und nicht ohne Längen...

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