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Strange und kryptisch - wie eigentlich alles von Takashi Miike. Dass IZO nicht chronologisch abläuft und gerne auch die Physik völlig außer Acht lässt, dürfte niemanden verwundern. Schon der Vorspann macht klar: Der Grundton ist ein Zynischer. Die mystischen Schattenkrieger in der Gegenwart wirken beinahe wie verirrte Cosplayer, aber allein schon durch die technischen Gegenstände (MPs, LKWs, Kehlkopfmikrofone) entstehen gewollte Stilbrüche, die dieses Machwerk von vielen anderen, "herkömmlichen" japanischen Schwertkämpfer- und Fantasyfilmen abheben. Die Titelfigur hat Parallelen zum HIGHLANDER, ist aber anders als dieser unsterblich durch ihren Hass (nachdem sie wie Jesus gekreuzigt und mit Speeren durchbohrt wurde), wird ständig gehetzt und ist nonstop am Leiden, nur zum Töten fähig. Der Schnetzelmarathon mit dem in Strömen vergossenen Blut wird auf Dauer sogar etwas ermüdend.
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Was geht in einem Regisseur vor, wenn er solche Filme dreht? Ich weiß es nicht! Vor allem, wenn er doch schon viel bessere Filme abgeliefert hat. Das ist mit Abstand der schlechtesten Film, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Man quält sich hier über 2 Stunden und sieht immer wieder die gleichen Metzelorgien. Und dann noch dieser Gitarrenspieler mit seinen nichtssagenden Liedertexten! Jeden Moment glaubt man, jetzt zerlegt er seine Gitarre! Fürchterlich! Fazit: Ein Film von Takashi Miike, den man getrost links liegen lassen kann! Einzig die Aufnahme von seiner Mutter, die er vom Unterteil trennt rechtfertigt 2/10 Punkten!
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Habe den Film auf DVD gesehen und muss sagen er hat mich recht entäuscht. Kenne schon viele Filme von Takashi Miike (Audition,Ichi-The Killer,Dead or Alive, Fudoh) und ich finde sie nicht schlecht aber was er hier für ein Pseudo- philosophisches Gelabber abliefert hat mich schon erschreckt! Und die Story ist auch total sinnlos. Ein damals zum Tode verurteilten, unsterblicher Schwertkämpfer reist zwischen den Zeiten hin und her und will Erlösung. Darum metzelt er munter drauf los. Gekillt wird im Minutentakt und teils recht blutig. Der Schluss war so langweilig und überfrachtet das ich mich fragte was soll das. Und immer kam so ein nervender Gitarrenspieler mit seinen konfusen Dialogen die direkt von einem Drogenrausch stammen könnten. Takeshi Kitano hat auch noch eine kleine Rolle. Die ist aber so bedeutungs- und emotionslos wie der Streifen selber. Egal der Film ist auf jeden Fall unterem Durchschnitt für Miike Verhätnisse. Er kann es auf jeden Fall besser! 4/10
6
Ich habe 2 Filme von Takashi Miike gesehen. Audition und jetzt Izo. Izo hat mich etwas enttäuscht aber es sind ja auch unterschiedliche Genre. Ich fand ihn sehr langweilig, nicht weil nichts passiert, sondern eher weil immer das gleiche passiert. Izo schlitzt alle 3-5 Min. eine Gruppe von Leuten nieder. Und das wenig spektakulär. Und so brutal ist das ganze nun auch nicht, ausser der Anfang. Als Splatterfilm wie auf dem Cover steht würde ich den Film nicht bezeichnen. Dazu musste ich auch noch über ein paar Dinge lachen z.b wenn Izos Gegner 30sek. in die Kamera starren und dabei knurren das soll wohl spannend wirken. Aber trotz der oben genannten Mängel hatt der Film auch viel positives. Die Optik ist einfach vom feinsten, bei manchen Kämpfen eher roh sind die Landschaftsaufnahmen von totaler Schönheit. Die Dialoge haben mir auch gefallen alles hochphilosophisch. Und die Musik vom Gitarrenspieler ist auch okay.
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Das Takashi Miike nicht leicht verdauliche Kost produziert ist ja jedem klar, aber mit "Izo" hat er den Vogel abgeschossen. Ich weiss nicht was Miike schlimmes in seiner Kindheit erlebt hat, aber es muss wirklich sehr grausam gewesen sein, anders kann man sonst nicht so einen Film produzieren. Izo schlachtet alles und jeden wahllos ab, ganz gleich ob Kinder oder Frauen. Nur warum und weshalb genau bzw. was es mit den einzelnen Charakteren auf sich hat, dass bleibt ein totales Geheimnis.Wer hier von einem Meisterwerk spricht macht einen auf ganz wichtig, sorry. Wie heißt es doch im Film: "Izo sucht den Ort der Sinnlosigkeit...." Takashi Miike hat ihn mit diesem Werk wahrscheinlich schon längst gefunden.