Man kann mir vieles vorwerfen, nicht jedoch, das ich ein Problem mit Trash oder Billigproduktionen hätte….wenn sie liebevoll gemacht sind. Parasite schafft es jedoch wirklich, keinen einzigen positiven Punkt zustande zu bringen. Der Untertitel macht einem ja schon richtig Angst. „Das Grauen hat die Erde erreicht… und es ist hungrig!“ Das ist in doppelter Hinsicht wahr, denn grausam ist dieses Machwerk definitiv und Hunger hatte ich danach auch, denn statt was Gescheites zu Abend zu essen hab ich mir nämlich diesen unglaublichen Mist angetan. Parasiten sehe ich in diesem Film gar keine, gute Schauspieler erst recht nicht, die Synchronisation von Softpornos aus den 70ern ist deutlich gelungener und Spannung? Na ja für 5 jährige, die noch nie einen eingeschalteten Fernseher gesehen haben vielleicht. Ich bin jetzt wirklich mal so dreist und kopiere den Handlungsbogen des Pressetextes hier rein, denn für eine eigene Formulierung auch noch kostbare Zeit zu verschwenden ist mir echt zu stressig, doch diese Rezension muss sein, denn die ahnungslosen Menschen da draußen müssen gewarnt werden. Das sehe ich als meine Bürgerpflicht an :o)
„Dr. Christine Hansen hat die Aufgabe, ein neu entwickeltes Reinigungsmittel zu testen. Jakob Rasmussen und seine Bergungscrew werden angeheuert, die Tests auf einer verlassenen Bohrinsel durchzuführen. Aber schon nach kurzer Zeit verschwindet einer der Leute auf seltsame Art und Weise, denn eine grausame Kreatur hat die Bohrinsel als neue Heimat gewählt.“
Klingt doch gar nicht so übel oder? Weit gefehlt. Natürlich habe ich bei diesem Text keinen tollen und teuren Reißer erwartet, was hier geboten wird ist aber dann so beschissen, das ich die letzten 30 Minuten nur noch im Schnellvorlauf gesehen habe: Wenn wenigstens noch einige Splatterszenen dabei wären, aber nix, nada, nothing. Das einzige was der ahnungslose Käufer geboten bekommt sind ultratoughe Frauen und tumbe menschliche Affen gegen die Steven Seagal wie ein brillanter Charakterdarsteller wirkt und die natürlich glauben alles im Griff zu haben um dann von dem Vieh die Fresse poliert zu bekommen. Dazu gesellen sich dann noch miese Computereffekte und fertig sind 90 Minuten Zeit- und Zelluloidverschwendung der übelsten Sorte.
Regisseur Pendergrast hat hier seinen ersten Film abgeliefert und hoffentlich auch seinen letzten, obwohl…schlimmer geht’s nimmer, so kann alles was von ihm in Zukunft kommt nur besser werden. Stellt sich jedoch die Frage ob es auch eine Zukunft für ihn gibt, denn wie er selbst die übelste Klitschenfirma davon überzeugen will seine nächsten Machwerke zu veröffentlichen, wenn er „Parasite“ als Referenzfilm einschickt, bleibt ein Rätsel. Da dürften selbst Produktmanager die senil, taubstumm und blind zugleich sind, dankend ablehnen.
"Dieser Film befindet sich NICHT in Ihrem Besitz" steht rechts und dabei wird`s auch für immer bleiben.