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Ach ja, was ist im Zeitalter der Computereffekte nicht alles möglich geworden. Besonders das Tierhorrorgenre erfreute sich in den letzten Jahren immer wieder illustren Mutationen aus dem Rechner. Bei „Parasite“ verhält es sich genauso – leider!

Auf einer Bohrölplattform soll ein neuer Enzymreiniger getestet werden. Bevor Spezialistin Christine eintrifft, mischen die vier bereits anwesenden Deppen das Zeug aber im falschen Verhältnis und das lässt Mutationen in Form von Riesenwürmern entstehen, die die Gruppe fortan dezimieren.

Da haben wir also einen dubiosen Öl-Konzern, der mit Parasiten experimentiert, einen Haufen von Umweltaktivisten, der diesen unter Druck setzen will und dazwischen Heldin Christine, früher selbst Umweltschützerin, die damals sogar beim Angriff auf die „Rainbow Warrior“ dabei war (!), jetzt aber nur auf Karriere aus ist.
Dass sie wieder mit dem Chef der Umweltaktivisten anbandelt, mit dem sie früher mal zusammen war, ist klar.

Lange Zeit ölen die untalentierten Darsteller in der Gegend herum und nichts passiert, außer einer Mechanikerin, die mit dem defekten Generator spricht, nachdem sie mit den Herren gemeinsam unter der Dusche stand. Die Umweltaktivisten betreten die Bohrinsel, obwohl ein Hubschrauberpilot kurz zuvor schnell wegmusste, da ein Unwetter aufzog. Ungeduldig wartet der Zuschauer auf den ersten Angriff eines Parasiten und als der eintritt, ist die Enttäuschung groß.
Eine Mischung aus Wurm und Schlange, mit schneeweißen Zähnen und dem Trullern eines verärgerten Meerschweinchens – natürlich alles aus dem Computer und furchtbar mies animiert.
Bis auf eine blitzschnelle Kopf-Ab-Szene und einem halbaufgefressenen Körper im Dunkeln bieten die Monster-Attacken noch nicht mal Bluteffekte.

Ein wenig Tempo kommt bei diesem uninspirierten Alien-Clone zwar im letzten Drittel noch auf, rettet diesen aber nur geringfügig.
Das Drehbuch ist eine Katastrophe, die Kulissen sind fade (genau wie die Darsteller) und der absolute Tiefpunkt sind die durch und durch miesen CGIs.
Und am Ende sprengt die „Allianz zum Schutz der Umwelt“ die ganze Bohrinsel in die Luft, - Sehr geil.
3 von 10 Punkten

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