An Bord einer ausgedienten Bohrinsel soll ein Reinigungsmittel getestet werden, was eine sehr heikle Sache ist, weil es einfach ziemlich gefährlich ist. Währendessen kommt eine Umweltaktivistentruppe an Bord und macht Stunk und dann wird auch noch durch Dummheit der Spezialistentruppe das Reinigungsmittel falsch dosiert, wodurch eine ausserirdische Kreatur, eine Art Parasit, mutiert und zur Gefahr wird…
Das Geschäft mit billig hingerotzten Tierhorrorfilmen von der Computerfestplatte scheint ja äußerst lukrativ zu sein, jedenfalls boomt das Genre und wie bei allen Modeerscheinungen kommen auf ein gutes Werk mindestens fünf schlechte. Ein klassischer Vertreter dieses Bodensatzes stellt Parasite dar, den man nur noch mit viel gutem Willen als semiprofessionelle Produktion bezeichnen kann. Allein von den billigen CGI Effekten möchten sich die Augen ins Schädelinnere zurückziehen, dummerweise ist alles, wirklich alles was sich in diesem Film outdoor abspielt aus einem schlechtem Grafikprogramm, Explosionen, Monster, ja sogar Regen und der Himmel. Das Geschehen soll zwar auf einer Bohrinsel spielen, findet aber nur in einer alten Fabrik und irgendwelchen Luftschächten statt. Die Sets sind jedoch quali- wie auch quantitativ sehr spartanisch gesetzt.
Und dann die Darsteller, gut es schaut keiner frontal in die Kamera oder sowas, aber dieser Haufen würde selbst im Provinztheater von der Bühne gebuht werden. Aber mit den zu spielenden Charakteren täten sich auch professionelle Mimen schwer. Allein dieses Spezial Reinigungskommando, das bereits zig lebensgefährliche Einsätze überstanden hat, benimmt sich dermaßen bescheuert, das ich diese Truppe nicht mal eine Garage aufräumen ließe. Kein Deut besser ist die "Allianz zum Schutz der Umwelt" Grünenmannschaft, die auch munter alles töten, was nicht auf zwei Beinen unterwegs ist, echte Tierschützer zweifellos.
Clevere Dialoge sind ebenfalls nicht zu verzeichnen und die STory braucht sowieso viel zu lange um überhaupt mal in die Gänge zukommen, es passiert nämlich erst mal nix, dann folgt ein langes nada, erst zu Schluß darf mal ein wenig mit der Spannungsschraube gespielt werden, ohne jedoch irgendwie aus der Masse gleichartiger Filme hervorzulugen. Blut gibts auch keins, allein zwei sekundenkurze Einstellungen lassen mal etwas Saft fließen, ansonsten spielt sich das Geschehen locker auf FSK 12 Niveau ab.
Letztendlich bleibt nur ein kläglich unterbudgetiertes Billigfilmchen übrig. Man sollte eigentlich meinen mit einem Szenario, Bohrinsel, mutierte Viecher, menschliche Deppen als Kanonenfutter sollte selbst jeder Kabelträgerazubi einen einigermaßen spannenden Film hinbekommen. Meister Prendergast zeigt jedoch das man selbst hier noch locker eine Vollgurke aus dem Ärmel schütteln kann.
2/10 mit starker Tendenz zur 1