Review

Tom Cruise in einem bildgewaltigen Kriegsepos über die letzten Jahre der Samurai.

Lange Filme über zwei Stunden haben oft das Problem, dass sich die Handlung zu schleppend entwickelt und sich zu lange mit der Einführung der Charaktere aufgehalten wird. Nicht so bei "The Last Samurai". Wir erfahren zwar etwas über Tom Cruise's Figur, aber schon bald findet er sich in Japan wieder, wo er die Soldaten des Kaisers ausbilden soll und dann von den Samurai gefangen genommen wird.

Es wird viel Wert auf Schlachtszenen gelegt, vor allem zum Ende des Films hin. Zwischendurch gibt's immer mal wieder Ruhemomente, die aber nicht kitschig geraten sind. Man hätte vielleicht nur die Wandlung Algrens zum Samurai etwas straffen können, diese Szenen in der Mitte des Films ziehen sich doch etwas arg lang hin.

Abgesehen davon kann der Film bestens Unterhalten und ganz unblutig geht's auch nicht zur Sache, obwohl auf allzu explizite Details natürlich verzichtet wurde. Dafür wurden die Schlachen aber mit Statisten in Szene gesetzt und stammen nicht aus dem Computer, ein großer Pluspunkt. Dass das Ganze natürlich mit viel Pathos in Szene gesetzt wurde, versteht sich von selbst, ist schließlich ein amerikanischer Film. Gänzlich übertrieben wurde damit aber zum Glück auch nicht.

Fazit: Ein gewaltiges Epos mit leichten Durchhängern, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen und mal einem anderen Tom Cruise.

8 von 10 Punkten

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