Review

Mit the Last Samurai liefert Tom Cruise eine sehr gute Leistung ab.
Angesichts einer typischen Hoolywood-Produktion mit Garant (!?) Cruise, schafft es der Film jedoch ohne großes Pathos zu begeistern. Die häufig auftrente Reduzierung an Sprache und Gestik der Inszenierung mag vielleicht als analogisches Stilmittel der typischen japanischen Haltung angewandt worden sein - die letztendliche Begründung ist aber nicht wichtig, denn die Wirkung alleine zählt.
Oft wird in Filmen, gerade bei teuren Blockbustern, nochmal in redundanter Form der dargestellte Ausdruck dem ach so unfähigem Zuschauer näher gebracht- was nervt.
In The Last Samurai finden sich schöne Szenen, wie die Ännäherung, der sich entfaltenden zarghaft angedeuteden Liebesgeschichte, welche an physischer Zuneigung nicht mehr als einen leichten Kuss und eine Umarmung zulässt. Viel paasiert über Blickkontakt und kurzer minimalistischer Gestik. Stark ist auch die Szene in der, der noch nicht ganz genesene Tom Cruise sich 4 x mal in einem Stock-Schwert-Kampf niederschalgen lässt und immer noch nicht aufgeben will. Hier spiegelt sich natürlich der Mut seines Charakters wieder -  aber auch sein zeitgleiches Paradoxon - seiner trivialen Einstellung zu Leben oder Tod. Mehr noch ,die Steigerung der Sehnsucht nach dem Ende seines Darseins.
Im Film finden sich noch mehr dieser genialen Szenen, welche allesamt mit Liebe zum Detail ausgestattet sind. Angefangen von den Kostümen bis hin zu den Schauplätzen.
Was die Geschichte so spannend macht ist der Fakt, dass Feind und Freund oft verwechselt werden. Es handelt sich hierbei um keinen bloßen Kriegsfilm. Im Vordergrund steht der Charakter von Cruise, zerfressen von seiner Vergangenheit mit Todeswunsch und die dazu führenden Ereignisse seiner Rehabilitation. Bekannt aus asisatischen Kampfsportfilmen wird der angestrebte Perfektionimus des japanischen Stereotypes  zu präsent reflektiert. Es gefällt aber trotzdem jede dieser Szenen zu erfahren und man muss als Zuschauer einfach mal genauer hinschauen, es wird einem nicht alles vorgekaut (logisch von machen Art-House-Filmen noch weit entfernt aber immerhin....)
Der Film läuft 2 Stunden, die zu keinem Zeitpunkt langweilen und in den gezeigten Action-, wie in den Dialogszenen und auch im Schaupiel ein Hohes Niveau an den Tag legen.
Der Score ist ebenfalls perfekt hier hört sich Hans Zimmer mal nicht wie Hans Zimmer an :)

9 von 10 Punkten

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