Und wieder einmal müssen wichtige historische Ereignisse Opfer der Selbstdarstellung eines Mannes werden...diesmal ist es Beau Tom Cruise, der die Ereignisse um die Untergänge der Samurai zu einem unlogischen, von vorne bis hinten vorhersehbaren und kitschig-klischeebeladenen Amistreifen verwurstet, wobei er eigentlich noch von allen anderen Protagonisten, allen voran Ken Watanabe, an die Wand gespielt wird.
Die Story bewegt sich auf hollywood-üblichem 08/15-Niveau. Amerikaner kommt im Auftrag von Partei A in eine fremde Kultur, um gegen Partei B vorzugehen. Dabei gerät er wieder Willen hinter die Fronten von Partei B und findet heraus, wie toll die doch ist und wendet sich schließlich gegen Partei A - super, habe ich alles schon in "Red Scorpion" mit Dolph Lundgren gesehen.
Würzen wir das ganze noch mit tausenden von Ungereimtheiten (Ninja-Angriffe in solcher Zahl - hallo? oder die Tatsache, daß er sich das Schwertkämpfen in mühseliger Kleinarbeit scheinbar von Null auf beinringen lassen muß, obwohl er zuvor in der Schlacht im Wald noch Dutzende Samurai erledigt), ein paar dummen Witzen, unfreiwilliger Komik und banaler Liebesgeschichte und fertig ist daß große Kino. Am Ende ist selbstverständlich auch der Amerikaner, der dem japanischen Kaiser die Augen öffnet und ihm die Schönheit seiner Kultur wiederbringt.
Naja, genug genörgelt. Die Musik ist gut, die Schauspieler auch (bis auf Cruise :-D) und die Endschlacht kann sich sehen lassen - auch wenn Cruise es mal wieder komischerweise überlebt, obwohl jedes einzelne Pferd und jeder einzelne Samurai total zersiebt werden...
Naja.