Astrocop zählt von vornherein schon zu den ganz besonderen Filmen, da er einer der ersten meiner Sammlung war ( und dazu noch der Dreizehnte!).
Zur Story:
Der Film spielt im Jahre 2050. Die Erde besteht nur noch aus Wüste und Brutalität herrscht vor. Auf dem Mond konnten sich ein paar wenige Menschen noch retten, und diese planen mit dem so genannten ,, Amaranth“ die Erde wieder bewohnbar zu machen. Extremisten von der Erde klauen das Wunderzeug und verschwinden damit wieder auf den blauen Planeten. Nun wird Astrocop Joe auf die Erde geschickt, um es zurückzuholen. Dabei kommt er zu einem Dorf und lernt die netten Leute dort kennen. Er muss erkennen, dass es auf der Erde nicht nur Wilde gibt, sondern auch normale Menschen. Und diese haben vor, das Amaranth für einen guten Zweck einzusetzen. Deshalb weigert sich Joe, ihnen das Amaranth abzunehmen. Die Mondkolonie schickt einen Stopper-Cyborg, der das Amaranth holen und Joe erledigen soll.
Doch so zwischendurch muss Joe zusammen mit den Dorfbewohnern gegen eine fiese und äußerst brutale Motorradgang kämpfen, und als dann noch der Cyborg dazu kommt, wird es kritisch.
Dieser Film wird auch von allen Seiten angegriffen. Nur nicht von mir. Naja, vielleicht kann ich ja einige Leute zur Vernunft bringen. Glücklicherweise ist dieser Film nicht indiziert, und kann folglich uncut im Fernsehen gezeigt. Das nutzt RTL 2 aus und so bekommt man einen brutalen Zukunftsstreifen vorgesetzt, der seine Sache äußerst gut macht. Die Gegenden sind in diesem Film gut dargestellt; zugegeben, hier muss man auch nicht besonders viel darstellen, aber so versteht der Film es, mit einfachen Mitteln zu überzeugen. Die Überfälle der Motorradgang auf das Dorf sind einfach klasse gemacht und die Ideen sind für einen solchen Film äußerst gut und abwechslungsreich. Beispielsweise beim zweiten Überfall der Gang haben Joe und die Dorfbewohner sich Fallen für ihre Feinde ausgedacht, bei denen dann auch einige draufgehen. Astrocop ist einfach der typische brutale Actionfilm, der mit flotten Tricks und Stunts die Story vorantreibt. Der Showdown, in dem Joe gegen den Cyborg kämpft ist nicht nur brutal und spannend, sondern weist auch Überraschungen auf. Die Effekte sind für einen Low- Budget- Film gut gelungen; wie der Cyborg beispielsweise in die rote Säure geschmissen wird und mit einem völlig verunstalteten Gesicht wieder heraufkommt. Einfach herrlich inszeniert. Natürlich ist der Cyborg in diesem Film als Endgegner vorgesehen, was selbstverständlich heißt, dass er mehr ,, Lebensenergie“ als die restlichen Feinde hat. So zerfetzt es ihn mal vollständig, als er auf seinem Motorrad sitzt, welches gerade in die Luft fliegt. Kurze Zeit später taucht er wieder auf, nur mit einigen Kratzern. Leute! Bezeichnet solche Sachen nicht immer gleich als unlogisch! Das ist ein Science-Fiction-Film in der Zukunft! Da ist doch alles möglich. Dieser Film verfügt einfach über das gewisse Einfallsreichtum, das bei den meisten Filmen nicht der Fall ist. Auf diese Weise sind einige andere Filme äußerst vorhersehbar. Das kann man bei ,, Astrocop“ nicht sagen. Bei vielen Filmen ist es einfach so wie es ist. Doch solche Filme wie ,, Astrocop“ besitzen die ,, Dreistigkeit“ gewisse Dinge einfach etwas seltsam erscheinen zu lassen und das ist das, was diese Filme auszeichnet. Solche Filme aus solchen Gründen als schlecht zu bezeichnen, nur weil sie sich Sachen zutrauen, die sich die ,, großen“ Filme ( was weiß ich, halt so Zeug wie Matrix und so weiter) nicht zutrauen, find ich rücksichtslos, unfair und unverschämt. Wenn man sich an einen Film festklammert und dann zu jedem anderem sagt, den find ich schlecht, weil der net so ist wie dieser Film. Das kann ich einfach nicht verstehen.
Fazit: Herrliche Zukunftsvision, die mit genialen Ideen und vor allem Tricks beweist, was man mit niedrigem Budget für tolle Filme machen kann.
10/10 Punkte!!!