Wenn man sich die Trash-Filmchen der letzten Zeit so anschaut, könnte man meinen, dass die Meisten nur noch aus reiner Profitgier gemacht werden, egal ob sie der Zielgruppe nun gefallen oder nicht. Waren die guten alten Troma-Filmchen allesamt, durch ihren hohen Einsatz von Gore-Mittelchen und der permanenten Selbstverarsche, ein absolutes Fest des schlechten Geschmackes, so sind die aktuellen Produktionen meist sterbenslangweilig. Auch "Flesh for the Beast" ist nicht gerade ein sonderlich unterhaltsamer Genre-Vertreter. Aber er hält sich immerhin an ein paar Trash-Regeln, die man heutzutage meist schmerzlich vermisst.
Die Story zu "Flesh..." ist dabei natürlich eine typische Trash-Story, so wie sie im Buche steht. Ein paar weibliche Dämonen, die ihre Opfer beim bzw. nach dem Sex zu Hackfleisch verarbeiten, dass ist Trash in Reinform. Natürlich ist das ganze Geschehen hier alles andere als logisch, sinnvoll oder gar anspruchsvoll, sondern krude und absolut schräg. Eben genau das, was man bei einem Trash-Movie erwarten kann.
In Sachen Inszenierung sieht es dabei natürlich nicht viel anders aus. Auch hier ist das Meiste absolut billig und typisch für solche Filmchen. Dennoch muss man Fairerweise sagen, dass in den ersten Minuten durchaus so etwas wie Atmosphäre aufkommen kann. Denn die dunklen Gänge im gruseligen Gemäuer tun in den ersten Minuten durchaus ihr übriges. Doch schon nach einiger Zeit ist es damit wieder vorbei.
Denn dann konzentriert sich der Film auf das, was er am besten kann: Sex und Gewalt. Die sexy weiblichen Dämonen locken ihre Opfer erst einmal mit einem guten Fick (Zitat: "Fick mich härter"), um sie dann aufs deftigste auseinander zu nehmen. Dabei wurde wirklich in keinster Weise mit Ekel-Effekten gespart und das Blut und die Gedärme spritzen bzw. fliegen in Massen durchs Bild. Teilweise mit einer unheimlichen, ja gerade zu perversen Härte, erinnern diese Fress- und Splatterzenen an manch großes Vorbild alla "Zombie" oder "Braindead". Das hier die JK ihr Siegel ungekürzt vergeben hat, ist geradezu verwunderlich, wenn man bedenkt, dass teilweise viel harmloseren Sachen die Freigabe verwehrt bleibt. Splatterfreaks kommen hier jedenfalls kräftig auf ihre Kosten.
Zwischen diesen Gore- und Sexszenen macht sich allerdings, auch hier, die Langeweile breit. Leider wurde der Streifen viel zu ernst und ohne auch nur einen Hauch von Ironie inszeniert, so dass man leider kaum etwas zu Lachen zwischendurch findet. Höchstens unfreiwillige Komik macht sich breit, wenn man sich den haarsträubenden Dialogen und manch anderer Stümperhaftigkeit ausgesetzt fühlen muss. Ansonsten muss man höllisch aufpassen, dass man zwischendurch nicht wegnickt.
Musikalisch ist leider ebenfalls nichts sonderliches zu erwarten. Bis auf einige dröge und ziemlich nervige Heavy/Metal-Stücke gibt es kaum Score oder Ähnliches. Da hätte, selbst bei einem Trash-Werk, noch etwas mehr kommen können.
Und was die Darsteller angeht, nun ja. Sie sind vielleicht allesamt nicht ganz so schlecht, wie manch anderer Genre-Darsteller, aber über Himbeeren-Niveau kommen sie trotzdem nicht heraus.;)
Fazit: Ziemlich brutaler Trash-Splatterstreifen, mit Story und Inszenierung auf Genre-Niveau, aber bemerkenswerten Gore- und Splattereffekten, die sich selbst vor größeren Werken nicht zu verstecken brauchen. Durch diese Effekte wird der, sonst recht dröge, Film dann doch um einiges aufgewertet und kann unter den anderen heutigen Trash-Streifen, zumindest leicht, hervorstechen. Nichts Besonderes, aber für Splatter-Freaks definitiv ein Streifen, über den sie sich freuen dürften. Alle Anderen werden aber, wieder einmal, nur die Nase rümpfen!
Wertung: 4,5+/10 Punkte