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Die Drehbuchautoren Alex Epstein und Benjamin Gold sollte man für den langweiligen Schwachsinn direkt in die Hölle befördern lassen. Selbst die Abenteuer von "Benjamin Blümchen" sind aufregender und enthalten zudem mehr Action. Mit "Infernal Fighter" ist Nu Image um Avi Lerner, Trevor Short, Danny Dimbort und Boaz Davidson auf dem absoluten Tiefpunkt angelangt. Genauso Regisseur Shimon Dotan, der hier vor Unfähigkeit strotzt. Sein Regiedebüt "S.E.A.L.S." war schon hart an der Grenze, zwei Jahre später drehte er nochmal mit Michael Paré, das ebenso unterirdische Werk "Coyote Run". Für mich völlig unverständlich, dass man Dotan an den Lundgren Film "Diamond Dogs" heranließ, der Mann hat keinerlei Talent.

Colonel Frank Vail (Gary Busey) hat es satt als stupide Tötungsmaschine für den Staat zu fungieren, kurzerhand büchst er aus der Festung, wo man ihn und seine Teammitglieder praktisch gefangenhält, aus. Außerdem bekam er eine Nachricht von seinem Vater, welcher schwer krank ist. Colin Neal (Michael Paré) wird auf Vail angesetzt. Er soll ihn zurückbringen, tot oder lebendig. Vail versucht sich derweil zu seinem Vater und seiner Frau durchzuschlagen, dabei rettet er der Prostituierten Jody (Wendii Fulford) das Leben. Sie hilft Vail auf der Flucht vor Neal, doch Neal beginnt langsam selbst seine Aufgabe zu überdenken und schlägt sich kurzerhand auf Vails Seite.

Was ist hier bloß mit dem sonst so charismatischen Gary Busey los ? Selbst er kann keinerlei Akzente setzen, wobei Michael Paré noch schlechter ist. Ein Türrahmen hat mehr Ausdruck als der felsige Paré, der hier übrigens nur einen Gesichtsausdruck zu bieten hat. Sein Charakter ist obendrein dermaßen dämlich und unsympatisch, dass man sich als Zuschauer trotz mauer Leistung, ganz klar auf die Seite von Busey schlägt. Die nervige Wendii Fulford hinterlässt hier noch den besten Eindruck. Da fragt man sich doch was Mimen wie Vlasta Vrana oder Robert Zemen in dieser Schrottproduktion verloren haben. Grottig geht es bei der Story weiter. Vails Motive für die Flucht sind jämmerlich und warum lässt man eine so wichtige und gewalttätige Einheit so unzulänglich bewachen ? Vail schafft es quasi durch die Fordertür zu brettern, traut sich aber später nicht mit dem Auto durch ein geschlossenes Gatter zu rasen. Überhaupt verkommt "Infernal Fighter" sofort zu einer lahmen Jagd, welche so klischeeträchtig ist, dass nicht mal ein Ansatz von Spannung eine Chance hat. Man weiss ganz genau, dass der arschlöchige Neal sich noch besinnt, um sich auf Vails Seite zu schlagen.

Man könnte ja noch einige Augen zudrücken, wenn Tempo und Action stimmen würden. Doch damit kommen wir erst zum schlechtesten Part. Schon der Überfall auf die Hochzeit zu Beginn, nervt mit Zeitlupen und ist dermaßen schlecht inszeniert, dass es dem Zuschauer schon hier vergeht. Hinzu kommt später noch zwei kleine Nahkampf, kleine und völlig unspektakuläre Schusswechsel und eine Verfolgungsjagd. Alles total tempoarm umgsetzt, einer FSK 18 Freigabe stets unwürdig. Nur vereinzelt gibt es mal einen blutigen Einschuss zu sehen, auch die Keilerei lassen Härten vermissen. Dazu haben alle Parteien wohl kein Zielwasser gesoffen. Man ballert wild in der Gegend herum, doch selbst wenn der Gegner dirket vor einem stünde, diese Hammel würden ihn trotzdem verfehlen. Stattdessen trifft man immer irgendwelche Fässer, welche dann spektakulär (Achtung Ironie) in die Luft fliegen. Ansonsten fährt man von einem Ort ins Nächste, klaut zwischenndurch mal ein anderes Auto und fährt wieder, der ganze Film ist eine einzige Fahrerei und mündet in einem lachhaften Finale.

Dieser Film ist eine einzige Katastrophe, ich habe schon lange nicht mehr einen so langweiligen Film gesehen, der obendrein noch als Action verkauft wird. Nu Image auf seinem Tiefpunkt angekommen, Gary Busey leider auch. Es fällt mir sehr schwer hier noch knappe 2 Punkte zu geben.

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