I‘m in love with a Cyborg, but that‘s ok
So stellen sich die Koreaner also ein BLADE RUNNER Remake vor: Industrielocations, blaues Licht, Dauerregen, viel Trockeneis und jede Menge Cyborgs.
In eine von ihnen, Ria, hat sich der abgefuckte Cop „R“ verliebt und versucht, die vom Verfall bedrohte Maschinenfrau zu retten. Parallel haben abtrünnige Cyborgs unter der Leitung des Killercyborgs „Cyper“ sämtliche menschliche DNA-Daten gestohlen und an den verrückten Wissenschaftler Dr. Giro (Nachname Konto?) geschickt – just der Doc, bei dem auch Ria in „Behandlung“ ist.
Irgendwie hängt das alles auch zusammen, doch bis das klar wird, ist der Zuschauer längst einem sanften Dämmerschlaf erlegen.
Gibt es Action? Ja, aber unscharf und hektisch geschnitten. Gibt es Spezialeffekte? Ja, Reklamehologramme zwischen Wolkenkratzern. Gibt es Romantik? Ja, wenn man es romantisch findet, zu zweit mit einem Motorrad durch ein Haus ins Meer zu brettern und dann ein Unterwasserballett aufzuführen. Gibt es Humor? Ja, die Polizisten schießen mit Tränengas auf die Cyborgs.
Die Macher des Films haben wirklich weder ein Gespür für ihr SciFi-Sujet noch für Actioninszenierung. Wer sich im Kino mit ein paar hübschen Bildern begnügt oder hardcore Cyborgfetischist ist, wird dem Film eventuell etwas abgewinnen können, ansonsten lieber nochmal die „Originale“ anschauen.